Fifa lässt Rasen in Port Elizabeth trockenlegen
zuletzt aktualisiert: 18.06.2010 - 02:30PRETORIA (fk) Es hat geregnet in den vergangenen Tagen über Port Elizabeth, so kräftig, dass der Rasen des Nelson-Mandela-Bay-Stadions derart unter den Niederschlägen litt, dass der Fußball-Weltverband Fifa der deutschen und der serbischen Mannschaft das für gestern Abend geplante Abschlusstraining untersagte. "P.E." im Juni, das ist oft ein Ort im Dauerregen, und man nennt Südafrikas fünftgrößte Stadt nach Johannesburg, Kapstadt, Durban und Pretoria wegen des Windes auch "Windy City". Die Voraussagen für das heutige Spiel sind allerdings wieder günstiger. Sonnenschein ist angesagt bei angenehmen 20 Grad.
Aus Port Elizabeth stammt Daniel "Danny" Jordaan. Der Mann mit dem grauen Vollbart ist der Beckenbauer Südafrikas. Als Geschäftsführer des nationalen Organisationskomitees hat er den Job zu erledigen, den Franz Beckenbauer als OK-Präsident der Weltmeisterschaft 2006 zu meistern hatte. 1060 Kilometer von Johannesburg entfernt, liegt Port Elizabeth in der Provinz Ostkap, in der auch der erste schwarze Präsident, Nelson Mandela, geboren wurde, nach dem die Arena benannt worden ist. Sie war der Stadionneubau, der als erster für die WM fertiggestellt worden war.
Gegründet wurde die nach Durban und Kapstadt größte Hafenstadt des Landes am Indischen Ozean Anfang des 19. Jahrhunderts von Engländern. 1799 bauten sie an dem Platz das erste Fort. Die Stadt ist nicht etwa nach der heutigen Königin benannt, sondern nach der Frau des damaligen Kapgouverneurs Sir Rufane Donkin, die an Malaria starb. Englands Mannschaft bestreitet in Port Elizabeth am Mittwoch gegen Slowenien ihr letztes Gruppenspiel. Auch eine Achtel- und eine Viertelfinalbegegnung finden in dem Stadion statt.
Wie Uitenhage und Despatch gehört Port Elizabeth zu einem Verwaltungsbezirk, der offiziell den Namen Nelson Mandela Bay trägt. Das VW-Werk in Uitenhage, 35 Kilometer von "P.E" entfernt, ist quasi das Wolfsburg am südlichen Zipfel Afrikas mit 5600 Mitarbeitern. Auch General Motors und Ford sind in der Gegend vertreten. Westlich gelegen ist Jeffreys Bay, ein Treffpunkt von Surfern aus aller Welt. Nördlich, im Addo Elephant National Park, kann Südafrikas wilde Tierwelt beobachtet werden.
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