Aachen: Derby Cup geht nach Düsseldorf
VON KARSTEN KELLERMANN UND BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 05.07.2011 - 02:30Aachen (RP). Testspiele in der Vorbereitung auf eine Fußball-Saison stecken voller Hinweise. In Aachen, beim Derby Cup, gab es gestern drei halbe Partien zu sehen. Und die drei Trainer – Lucien Favre (Gladbach), Norbert Meier (Düsseldorf) und Peter Hyballa (Aachen) – haben Hinweise bekommen, was den Leistungsstand ihrer Teams angeht.
Fortunas Norbert Meier fand vor allem heraus, dass sein Team die taktische Grundordnung offenbar intus hat, denn sowohl gegen Aachen als auch gegen Gladbach stand Düsseldorf gut und hielt jeweils 45 Minuten die Null. Wobei Meiers Team gegen Aachen mutiger war und durch Adriano Grimaldis Tor in der Schlussminute mit 1:0 siegte. Gegen Borussia machte der Zweitligist den Gesamtsieg im Elfmeterschießen klar. Zwei Wochen vor dem Zweitligastart gegen Bochum bringt das Selbstvertrauen.
Ein wenig davon holten sich die Borussen durch den Sieg gegen Aachen, der ebenfalls im Elfmeterschießen zustande kam. Die Ergebnisse der Vorbereitung sind für Favre aber nur an zweiter Stelle wichtig. Er schaut auf den Inhalt der Spiele. Er will trotz der Trainingsbelastung guten Fußball sehen. Favre hat hohe Ansprüchen. Er will seine Mannschaft in Form bringen. Darum hat er sie gestern Morgen zwei Stunden auf den Trainingsplatz gebeten, bevor seine Spieler in Aachen antraten.
Offenbar hat Favre auch erste personelle Entscheidungen getroffen. Mo Idrissou und Tobias Levels waren in Aachen nicht dabei, obwohl sie nicht verletzt sind. Levels war schon beim 3:1 in Heidenheim nicht eingesetzt worden. Idrissou, der Borussias bester Stürmer werden will, spielte dort wohl nur, weil Testspieler Asmir Kajevic verletzt war. Für beide dürfte die Nicht-Nominierung ein Hinweis sein, dass sie kaum Perspektiven haben in Gladbach. Dass sie zu haben wären, ist kein Geheimnis.
Gegen Fortuna war Borussia überlegen, dennoch gab es wenig Zusammenhängendes. Stürmer Raúl Bobadilla zeigte viel Einsatz. Der Argentinier scheint gewillt, sich zu rehabilitieren. Gegen Aachen wechselte Favre komplett durch. Borussia, Teil zwei, war nicht gut. Der Zweitligist spielte forsch, Gladbach konfus, siegte aber vom Punkt. Der Derby Cup war ein Hinweis für Favre, dass er noch viel Arbeit hat.
Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



