Der FC Bayern will Shaqiri aus Basel holen
zuletzt aktualisiert: 07.02.2012 - 02:30München/Düsseldorf (pet) So ganz zufällig kann das alles nicht sein. Kaum müssen die Bayern im Meisterschafts-Wettlauf mit Borussia Dortmund ein paar Meter Rückstand aufholen, da plaudert Präsident Uli Hoeneß auch schon aus dem Nähkästchen. Als es dem großen Konkurrenten zu Beginn der 2000er Jahre finanziell ziemlich schlecht ging, habe der FC Bayern München ihm schnell mal zwei Millionen Euro ohne Sicherheiten geliehen, sagte Hoeneß bei einem Fantreffen. Der BVB bestätigte das.
So hat der Rekordmeister zumindest dazu beigetragen, dass es den heutigen Kampf um den Titel überhaupt gibt. Denn Dortmund hatte sich beim neureichen Wettrüsten mit den Münchnern derart übernommen, dass der Klub kurz vor dem Ruin stand. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke aber hat den BVB gründlich saniert. Und er muss sich gefallen lassen, dass Bayerns Ehrenvorsitzender Franz Beckenbauer in seiner "Bild"-Kolumne die Dortmunder zum Titelfavoriten stempelt. "Hört bitte auf mit dem Tiefstapeln", lässt der "Kaiser" schreiben, "ihr seid Meister, ihr seid Tabellenführer – und damit seid ihr Titelfavorit." Die Münchner, glaubt Beckenbauer, werden im Frühjahr zusätzlich durch die Belastungen in der Champions League in ihrer Schaffenskraft beschränkt. "Die Dortmunder sitzen dann gemütlich auf dem Sofa. So wurden sie auch vergangene Saison Meister", urteilt der ehemalige Weltklassespieler.
Von vermeintlichen Vorentscheidungen im Meisterrennen will Bayerns Trainer Jupp Heynckes jedoch nichts wissen. "Was wir in der Rückrunde geleistet haben, entspricht nicht dem Anspruchsniveau des FC Bayern", sagt der Coach, "aber es ist nur eine Frage der Zeit, wann wir wieder gut spielen." Sich selbst nimmt er dabei ausdrücklich in die Pflicht. "Jetzt ist auch der Trainer gefragt. Wir müssen Flagge zeigen, und ich muss vorangehen", betont Heynckes.
Ganz unabhängig von den im zuverlässig unruhigen München lauter werdenden Diskussionen um den Saisonverlauf planen die Bayern schon fürs nächste Jahr. Getreu der Ansage des Trainers, nach der "Bayern jedes Jahr zwei Topspieler holen muss", haben sie offenbar erfolgreich die Angel nach dem Schweizer Xherdan Shaqiri ausgeworfen. Der im Kosovo geborene Mittelfeldmann spielt beim FC Basel auf der rechten Seite, obwohl er ein Linksfuß ist. Die Ablösesumme für den 20-Jährigen liegt zwischen zehn und zwölf Millionen Euro.
Von den Qualitäten ihres künftigen Mitspielers können sich die Bayern-Profis im Achtelfinale der Champions League überzeugen. Die Münchner treten am 22. Februar in der Schweiz, am 13. März in München gegen das Überraschungsteam an.
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