Borussia muss die Zukunft planen
VON ROBERT PETERS - zuletzt aktualisiert: 08.04.2011 - 02:30Die Durchhalteparolen klingen schon ein wenig verschalt. Sie sind reichlich oft benutzt worden. Und die Zuversicht der Anhänger war auch mal größer. Allein die Tatsache, dass Borussia Mönchengladbach ihr Stadion vor dem großen Derby gegen den 1. FC Köln nicht ausverkauft hat, spricht eine deutliche Sprache. Fußball-Gladbach hat sich mit dem dritten Abstieg aus der Bundesliga abgefunden. Das beweist zumindest eine gewisse Realitätsnähe.
Der neuerliche Absturz ist nicht so sehr ein Ergebnis der Rückrunde, in der die Mannschaft mehrmals ihre Tauglichkeit andeuten konnte. Den Abstieg hat sich die Borussia bereits in der Hinrunde redlich verdient, als verblüffende Abwehrschwächen, Verletzungspech, ein grober Mangel an einer Idee vom Fußball, an System und Begeisterung für die Sache zu einer verheerenden Zwischenbilanz führten.
Inzwischen haben die im Anhang heftig umstrittenen Verantwortlichen Zeit genug gehabt, sich gedanklich auf die nächste Saison einzustellen. Sie müssen nicht nur eine aufstiegsfähige Mannschaft zusammenstellen. Ihnen muss auch gelingen, die Fans wieder hinter den Klub zu bringen. Das ist, wie der Vorverkauf zum Derby zeigt, nicht ganz so einfach.
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