Bei Borussia Dortmund sprießen jetzt Träume
VON MARTIN BEILS - zuletzt aktualisiert: 22.03.2010 - 02:30Matthias Sammer entschuldigte sich dafür, dass ihm kein vornehmeres Wort einfiel. Richtig "angeschissen" habe Dortmunds Kapitän Sebastian Kehl seinen Mitspieler Mohamed Zidan, als der eigensinnig schoss, anstatt noch einmal quer zu spielen, stellte er anerkennend fest. Schließlich war Sammer selbst mal ein wortgewaltiger Spielführer beim BVB. Diese Szene belegte, wie ernst Kehl derzeit seinen Beruf nimmt – denn es stand ja schon 2:0 für die Gastgeber, als es aus ihm herausbrach.
2002, als die westfälische Borussia zuletzt den Meistertitel holte, war Kehl schon dabei und Sammer der Trainer. Der ehemalige Freiburger musste sich an diese Zeit erinnert fühlen, als er sagte: "Es geht alles nach oben, aber wir müssen aufpassen, dass es nicht nach unten geht. Andere Mannschaften wollen auch nach oben. Aber wenn wir jetzt alles gewinnen, holen wir den Titel."
So weit wird es wohl kaum kommen. Aber von der Champions-League-Teilnahme träumen viele beim BVB jetzt angesichts von nur noch fünf Zählern Rückstand auf Leverkusen und vier Siegen aus den zurückliegenden fünf Spielen. Trainer Jürgen Klopp meinte: "Wir ziehen jedes Spiel so durch, wie wir es gemacht haben. Wir machen jedes Spiel seit geraumer Zeit zum Endspiel. Wir haben auch Glück gehabt, das wissen wir."
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