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Baseball-WM kommt beim Publikum gut an

VON THOMAS RADEMACHER - zuletzt aktualisiert: 14.09.2009 - 02:30

Regensburg. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt die Deutsche Baseball-Nationalmannschaft auf die Weltmeisterschaft zurück. Groß ist die Freude über Organisation und Zuschauerzahlen bei den Vorrunden-Spielen in Regensburg. Bitter ist der sportliche Verlauf, den das Ereignis für Team Deutschland genommen hat. Als schlechtester Gruppendritter hat die Mannschaft von Nationaltrainer Greg Frady die Zwischenrunde verpasst.

Dabei hatte das Turnier, dessen Vorrunden an fünf europäischen Standorten stattfanden, vielversprechend begonnen. Die deutsche Mannschaft fegte mit einer starken Leistung China 14:1 vom Platz. Doch bereits zu diesem Zeitpunkt stand beinahe fest, dass es sich bei den Chinesen um den schwächsten der drei Vorrundengegner handelte. Zu viele Fehler hatte sich die Mannschaft im Feld erlaubt. Sogar Ex-Baseballer Michael Wäller, der die Partie als Experte auf Eurosport 2 co-kommentiert hatte, war schockiert ob der defensiven Aussetzer des deutschen Kontrahenten.

An der guten Leistung der deutschen Mannschaft sowie der gewonnenen Hoffnung, die Zwischenrunde in Italien oder den Niederlanden zu erreichen, bestand jedoch kein Zweifel. Als Außenseiter reichte es jedoch gegen die USA und Venezuela nicht. Dabei hätten der Mannschaft schon zwei knappe Niederlagen genügt, da sich die besseren vier der fünf Gruppen-Dritten qualifizierten.

Doch gegen beide Kontrahenten hatte die Truppe keine Chance. Die USA war tags zuvor überraschend von Venezuela geschlagen worden und hat sich beim 9:1 gegen die deutsche Mannschaft rehabilitiert. Nur zwei Treffer schaffte das Team von Greg Frady – viel zu wenig, um gefährlich zu sein. Im Gegenzug schlugen die US-Amerikaner gleich vier Homeruns. Gegen Venezuela hätte der Mannschaft eine 0:10-Niederlage zum Weiterkommen gereicht. Großbritannien hatte seine Vorrunde in Kroatien bereits abgeschlossen und als bis dato schlechtester Gruppendritter eine schwache Bilanz vorgelegt. Der deutsche Traum platzte im achten von neun Abschnitten, als Venezuela fünf Punkte markierte und damit den 12:1-Erfolg perfekt machte.

38 000 Zuschauer in Regensburg

"Enttäuschend. Anders kann man es nicht beschreiben", sagte Greg Frady nach dem bitteren Aus. "Aber eines ist klar: Baseball in Deutschland entwickelt sich weiter." Das belegen die Fakten. 38 000 Zuschauer kamen zu den sechs Vorrunden-Spielen in die Armin-Wolf-Arena Regensburg. Das sind mehr als doppelt so viele wie an den anderen vier Spielorten – Kroatien, Schweden, Spanien und Tschechien – zusammen. Dieser positive Eindruck überwiegt das sportliche Ausscheiden.

Quelle: Rheinische Post

 
 
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