kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast

Mönchengladbach: Alle wollen Marco Reus

VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 17.12.2011 - 02:30

Mönchengladbach (RP). Mit einem Spezialschuh wird Mönchengladbachs Stürmer morgen gegen Mainz auflaufen können. Das Buhlen um den 22-Jährigen geht weiter: Bayern München soll ein Angebot gemacht haben. Und Dortmund will ihn auch.

Es war einmal ein handelsübliches Paar Fußballschuhe. Blau-weiß, Marke Puma, in jedem Sportgeschäft zu kaufen. Dann bekam sie Holger Drake in die Finger. Der Mönchengladbacher Orthopäde polsterte den Schuh von innen, verstärkte die Sohle mit Carbon und deckte die Außenhaut durch dünne Lederschichten ab. Heraus kam ein High-Tech-Produkt, das die Diskussion um den "Zeh der Nation" endlich beenden soll. Denn mit diesen präparierten Tretern wird Marco Reus trotz gebrochenen kleinen Zehs morgen (17.30 Uhr) gegen Mainz 05 auflaufen können. "Er ist bereit. Auch für die Startelf", sagt Trainer Lucien Favre.

Die Rückkehr des Stürmers ins Bundesliga-Geschehen fällt pünktlich in eine neue Phase des Pokerns um das Gladbacher Juwel. Das Buhlen der großen Klubs um den zehnfachen Saison-Torschützen, der bei Borussia einen Vertrag bis 2015 hat, wird immer konkreter. So soll laut der "Süddeutschen Zeitung" Rekordmeister Bayern München inzwischen ein Angebot bei Borussia oder Reus' Spielerberater "hinterlegt" haben. Natürlich wiegelt Reus ab: "Ich weiß von keinem Angebot." Und Sportdirektor Max Eberl tut das Ganze nur noch als Running Gag ab. Angesichts der für Reus festgeschriebenen Ablöse von 18 Millionen Euro sind ihm im Trubel um seinen Goldesel die Hände weitgehend gebunden.

Im Buhlen um Reus könnten die Bayern dennoch das Nachsehen haben. Wie unsere Zeitung aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, sei Borussia Dortmund "sehr weit", was das Thema angeht. Dazu passt auch eine von der "Neue Presse Coburg" aufgezeichnete Aussage von BVB-Teammanager Fritz Lünschermann bei einem Fanclubtreffen: "Wir werden einen absoluten Top-Spieler verpflichten, mit dem die Spielweise noch offensiver ausgerichtet sein wird." Für einen Wechsel in den Ruhrpott spräche einiges: Reus kommt aus Dortmund, Familie und Freundin leben immer noch dort. Der 22-Jährige ist extrem feinfühlig, was das soziale Umfeld angeht, betont immer, wie wichtig der Wohlfühlfaktor für ihn ist. Ein Faktor, der im rauen Münchner Umfeld ziemlich schnell abhanden kommen könnte.

Sportlich wäre ein Wechsel zum BVB die sicherlich einfachere Variante. Trainer Jürgen Klopp sieht gerade auf der rechten Offensivseite Nachholbedarf, man ist mit Jakub Blaszczykowski nicht zufrieden. Reus spielt in Mönchengladbach aktuell zwar als Stürmer, besetzt die rechte Seite jedoch ohne jeglichen Qualitätsverlust. Problematisch wäre für den BVB nur die Ablöse – 18 Millionen Euro müsste Dortmund erst einmal stemmen.

Also doch München? Finanziell sicherlich die erste Wahl. Bei den Bayern müsste sich Reus allerdings erst einmal mit einigen großen Namen messen. Franck Ribèry, Arjen Robben oder Thomas Müller sind die Konkurrenten – gestandene internationale Stars. Reus stünde zunächst hinten in der Hackordnung, könnte jedoch darauf setzen, dass aus diesem Trio eigentlich immer irgendjemand verletzt ausfällt.

Und Mönchengladbach? Einen Trumpf hat Manager Eberl dann doch in der Hand: den Wohlfühlfaktor. Bei Borussia wurde Marco Reus zum Bundesliga-Star, er hat Freunde in der Mannschaft und die Familie immerhin in der Nähe. Und dank der nicht unwahrscheinlichen Perspektive, mit Mönchengladbach bald international zu spielen, ist ein zusätzliches Entwicklungsjahr nicht ganz abwegig. "Natürlich könnte ich mir vorstellen, weiter in Gladbach zu spielen", sagt Reus. "Sonst hätte ich den Vertrag gar nicht erst verlängert."

Ein Hintertürchen brauchte er trotzdem – sonst wäre die Ausstiegsklausel erst gar nicht eingebaut worden.

Quelle: RP


Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.

 
 
Artikel der Rubrik Sport
 
 
Links zu diesem Artikel
 
Anzeige

Copa del Rey 2012: Barca triumphiert
Copa del Rey 2012: Barca triumphiert
Im letzten Spiel von Pep Guardiola als Trainer des FC Barcelona haben .. mehr 
 
Copa del Rey 2012: Barca triumphiert
Copa del Rey 2012: Barca triumphiert
Im letzten Spiel von Pep Guardiola als Trainer des FC Barcelona haben ..
mehr 
Das sind mögliche Gegener der Borussia
Das sind mögliche Gegener der Borussia
Das sind Borussias mögliche Gegner
mehr 
Grünwalder Stadion: Bombe gefunden
Grünwalder Stadion: Bombe gefunden
Das Grünwalder Stadion hatte jahrzehntelang ..
mehr 

Hertha scheitert auch vor DFB-Bundesgericht

Fortunas Aufstieg hat Bestand

Das unter skandalösen Umständen beendete Relegationsrückspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC (2:2) wird nicht wiederholt. Das Bundesgericht des DFB wies den Einspruch der Berliner gegen die Spielwertung ab. VON Bernd Jolitz und Falk Janning  mehr

 

Champions-League-Playoffs

Das sind die Gegner der Borussia

Auf dem Weg zum großen Traum von der Champions League muss Borussia Mönchengladbach noch eine Hürde nehmen: die Playoffs. Die möglichen Gegner des Bundesliga-Vierten stehen nun fest. VON André Schahidi und Simon Janßen  mehr

 

Ehemaliger Box-Weltmeister

Maske erhält Goldene Sportpyramide

 

Nationalmannschafts-Manager

Bierhoff warnt vor übertriebenen Erwartungen

 

Kommentar zum DFB-Urteil

Fortuna fährt endlich Ernte ein

 

LIVE: Entscheidung über Fortuna

Hertha-Einspruch zurückgewiesen

 

Champions-League-Playoffs

Diese Teams drohen Borussia

 
Auf einen Blick
Top-Services