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1:5 – Wolfsburg blamiert sich gegen Hertha

VON TOM VAAGT - zuletzt aktualisiert: 22.03.2010 - 02:30

Wolfsburg (sid) Dank einer Gala-Vorstellung von Theofanis Gekas hat sich Tabellenschlusslicht Hertha BSC Berlin eindrucksvoll im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga zurückgemeldet. Der frühere Torschützenkönig avancierte beim 5:1-Triumph beim desolaten deutschen Meister VfL Wolfsburg mit einem Dreierpack zum Matchwinner. Damit verkürzte die Hertha den Rückstand auf den Relegationsplatz auf fünf Punkte. Für den zuletzt stark in die Kritik geratenen Friedhelm Funkel war es im 20. Spiel als Hertha-Trainer erst der dritte Sieg.

Vor 29 353 Zuschauern sorgten zweimal Gekas (6. und 26.) und Adrian Ramos (8.) früh für eine 3:0-Führung der Berliner. Die Wolfsburger, deren jüngste Erfolgsserie mit vier Erfolgen in Folge gerissen ist, kamen zwischenzeitlich durch den kurz zuvor eingewechselten Grafite heran (36.), doch Gekas (63.) und erneut Ramos (84.) sorgten in der zweiten Halbzeit für die endgültige Entscheidung und den höchsten Auswärtssieg seit dem 28. Januar 1978 (5:0 bei Eintracht Frankfurt).

"Das hätte ich nicht für möglich gehalten. Nach der Niederlage gegen Nürnberg waren die Köpfe einige Tage unten. Wir haben uns davon aber freigemacht und richtig gut trainiert", sagte Funkel. "Jetzt müssen wir zuhause versuchen nachzulegen." Funkel hatte sich durch den Einsatz des Brasilianers Raffael sowie des Angriffs-Duos Gekas/Ramos für eine offensive Startelf entschieden und wurde umgehend für seinen Mut belohnt. Auf Hereingabe von Raffael erzielte Gekas das 1:0. Die VfL-Abwehr bedrängte den Griechen beim Abschluss aber kaum und zeigte sich wie so oft im ersten Durchgang viel zu unentschlossen.

Doch auch in Hälfte zwei lief kaum etwas zusammen. Zumal sich die Hertha trotz ihrer prekären Tabellensituation nicht aus der Ruhe bringen ließ und dagegenhielt. So hätte Cicero mit einem Fernschuss weiter erhöhen können, verfehlte aber das Tor der Niedersachsen (55.). Gekas machte es acht Minuten später besser und komplettierte seinen Dreierpack. "Wir haben uns noch längst nicht aufgegeben", verkündete Abwehrchef Arne Friedrich fast schon trotzig. "Wir werden weiter an uns arbeiten und an unsere Chance glauben."

Quelle: Rheinische Post

 
 
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