Mönchengladbach: 1000 Polizisten im Einsatz
zuletzt aktualisiert: 08.04.2011 - 02:30Mönchengladbach (RP). Die Situation ist zwar nicht so explosiv wie vor anderthalb Jahren, dennoch bleibt das rheinische Derby Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln am Sonntag ein Hochrisikospiel. Emotionen gibt es auf beiden Fanseiten: Gladbach auf dem Abstiegsplatz – da kann sich der Kölner einer gewissen Häme nicht erwehren. Und wenn auch viele Borussen-Fans nicht mehr an den Klassenerhalt glauben, so ist der Sieg über den "Erzrivalen" für sie immer noch eine Frage der Ehre.
Über 1000 Polizisten werden deshalb im Einsatz sein. Um Krawalle zu verhindern, sollen Fanströme schon an den Bahnhöfen getrennt werden. Als gewalttätig bekannte "Fans" dürfen an dem Tag gar nicht erst anreisen. Per Ordnungsverfügung wurden gegen 103 Kölner und 42 Mönchengladbacher Betretungsverbote ausgesprochen.
Aus Polizeisicht ist die Terminierung der Begegnung auf einen Sonntag ein großer Sicherheitsvorteil. Weil Einkaufs- und Berufsverkehr weitgehend wegfallen, können sich die Ordnungskräfte auf die Fans konzentrieren. Die werden von der Bundespolizei schon ab Köln ins Visier genommen. Zwei Sonderzüge werden eingesetzt.
Ein flächendeckendes Alkoholverbot wie beim Derby vor anderthalb Jahren wird es nicht geben. Damals war es im Vorfeld des Spiels zu Gewaltaufrufen im Internet gekommen – eine Reaktion auf die vorausgegangene Fan-Fahnenverbrennung. Dieses Mal dürfen die Fans vor dem Spiel noch ein Bier trinken, allerdings ist es verboten, in den Zügen und in Bereichen der Bahnhöfe Mönchengladbach und Rheydt sowie rund um das Stadion Gläser, Flaschen oder Dosen bei sich tragen.
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