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Freitag

zuletzt aktualisiert: 28.01.2012 - 02:30

15 Uhr Nahe am Markusplatz liegt das Hotel Montecarlo (1, DZ etwa 100 Euro). Von den oberen Zimmern aus sind der Campanile und die Spitzen der Markus-Basilika zu sehen. Wer dagegen ganz venezianisch wohnen möchte, hat sich über die Mitwohnzentrale (www.mwz-online.com) ein möbliertes Appartement gemietet und schwelgt im Weitblick auf den Lido oder La Giudecca. Auf der Insel wohnt der Schauspieler Ulrich Tukur.

16 Uhr Zum Einstimmen geht es quer über den Markusplatz und ein paar Schritte am Ufer entlang zur Calle Vallaresso in die legendäre "Harry's Bar" (www.harrysbarvenezia.com, 2). Das mag ein wenig zu früh sein für das Sammelbecken prominenter Nachtschwärmer, hat aber jetzt seinen Reiz, denn der Barmixer hat Zeit für ein paar nette Geschichten. Charlie Chaplin und Orson Welles schlürften dort ihre Drinks. Der schlichte Raum mit dem besonderen Flair lässt den Pernod-Preis auf 17 Euro, den des Cappuccino auf acht Euro hochschnellen. Doch das ist Venedig pur! Wer gegen einen Drink nichts einzuwenden hat, der bestelle einen Bellini. Die Kreation aus Prosecco (oder Champagner) mit Püree aus weißen Pfirsichen ist nach dem venezianischen Maler Giovanni Bellini aus dem 15. Jahrhundert benannt. 17 Uhr Eine, die es von "Harry's Bar" nicht weit nach Hause hatte, war Peggy Guggenheim. Die 1979 gestorbene, amerikanische Kunstmäzenin lebte viele Jahre in Venedig. Heute ist in ihrer Villa am Canal Grande die "Peggy Guggenheim Collection" (3) untergebracht. Gegenüber im Stadtteil Dorsoduro (Brücke Ponte de Accademia benutzen) lässt sich in ihrem Haus bis 18 Uhr schnell noch ein Eindruck der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts erhaschen. Picasso, Delaunay, Klee, Kandinsky und Chagall sind vertreten. Das Café mit Wintergarten ist stilvoll. Der Palast, in dem sich das Museum befindet, stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Markant sind die Löwenköpfe an der Fassade. 20 Uhr Gegessen wird im "Ai Gondolieri" (4). Ob Fisch oder Fleisch, dem Koch gelingt einfach alles. Luftgetrocknete Gänsebrust zählt zu den Spezialitäten. Dann geht es im Linienboot von der Station Záttere/Traghetto hinüber nach Palanca auf La Giudecca. Von dort sind es nur wenige Schritte zur alten Backsteinfassade, hinter der Giovanni Stucky 1895 seine Nudeln produzieren ließ. Heute befindet sich ein Fünfsternehotel darin.

22 Uhr Im "Hotel Hilton Molino Stucky" geht es hinauf in die "Skyline Bar" (5) im achten Stock. Von dort bietet sich einer der besten Ausblicke auf Venedig zu Snacks und Cocktails. Um 1 Uhr morgens ist das Treiben dann zu Ende. Es empfiehlt sich, vorher zu reservieren, Tel. +39 (0)41/2723311.

Quelle: RP


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