Das Paradies im Atoll
VON THOMAS SCHULZE - zuletzt aktualisiert: 25.07.2009 - 02:30Es gibt ein Fleckchen auf dieser Erde, das dem Paradies ganz nahe scheint – wo das Wasser nicht verschmutzt ist, wo Millionen farbenprächtiger Fische nicht vermuten lassen, dass die Weltmeere leer gefischt werden, wo keine Autos fahren, sondern nur einige elektrogetriebene Club-Cars, wo herrliche Sandstrände täglich gepflegt werden, wo sich 570 Angestellte um das Wohl der maximal 350 Gäste kümmern. Der Flecken heißt "Conrad Maldives Rangali Island".
Der Insider-Tipp hat sich in prominenten Kreisen längst herumgesprochen. Ottmar Hitzfeld hat dort seinen Geburtstag gefeiert, Mario Gomez und Patrick Helmes waren da, aber auch Sky du Mont. Sie haben sich im südwestlichen Ari-Atoll einige Tage verwöhnen lassen – nicht nur von der Sonne, sondern auch von den vielen Annehmlichkeiten im Wellnessbereich. Dort, wo die Massagen beim Blick auf das unter der Liege durchflutende türkisfarbene Meer in besonders eindrucksvoller Weise auf Körper und Seele einwirken.
Oder im kulinarischen Angebot, in dem verschiedene Restaurants eine üppige Vielfalt exotischer Speisen anbieten. Einzigartig ist das Unterwasser-Restaurant, an dem viele Meeresbewohner vorbei schwimmen. Ebenso außergewöhnlich: Ins Meer ist ein Weinkeller mit edlen Tropfen im Wert zwischen 50 und 52 000 Dollar eingelassen.
Rund 150 unterschiedlich gestaltete Villen erwarten die Gäste in diesem Hilton-Resort. Dass die Dusche im Garten des jeweils 150 Quadratmeter großen Refugiums installiert wurde, weil das die Temperaturen das gesamte Jahr über zulassen, hinterlässt einen ebenso starken Eindruck wie die beiden Pools.
Tauchen oder schnorcheln ist für jeden Gast ein Muss, der die Schönheit und Vielfalt der Meereswelt mit ihren Pflanzen und Tieren entdecken will. Die Aufenthaltsdauer auf der rund 100 Kilometer südlich von der Hauptstadt Male gelegene Insel, die mit einem Wasserflugzeug nach 30-minütigem Flug erreicht wird, liegt zwischen sieben und zehn Tagen. Das Durchschnittsalter der Gäste, die meisten kommen aus England, Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Japan, beträgt 35 bis 45 Jahre.
Szenenwechsel: Das "Beach House" gehört ab November zur "Waldorf Astoria Collection". Auf der 14 Hektar großen Insel im unberührten Lagunen-Atoll Haa Alifu stehen 83 Villen im maledivischen Stil, jede verfügt über einen eigenen Pool und Butler-Service. Das exklusive Spa Shui, inmitten von tropischer Fauna und kleinen Bächen gelegen, bietet traditionelle Gesundheits- und Wellness-Behandlungen.
Das jetzt neu eröffnete "Iru Fushi", rund 60 Kilometer nördlich von Male im Noonu Atoll, präsentiert 220 Villen auf 20 Hektar weißem Pulversand-Strand. Von der Over-Water-Villa mit Whirlpool und Sonnenterrasse besteht ein direkter Zugang zum Meer. Auf den sportlich aktiven Gast warten darüber hinaus ein Fitness-Center, Tennisplätze und ein Wassersportzentrum für Segler und Taucher.
Die weltweite Finanzkrise hat den drei Hilton-Resorts auf den Malediven nicht geschadet. "Das erste Quartal 2009 war top, im zweiten gab es einen Einbruch, das vierte wird wieder gut", erklärt Carsten Schieck, Hiltons General Manager Maldives. Vielmehr habe die Krise ihr Gutes: "Die Preise, die wir pro Bett pro Jahr an die Regierung zahlen sollten, waren utopisch. Jetzt hat sich die Lage wieder normalisiert." Sie waren schon mal von 5000 Dollar auf bis zu 25 000 Dollar geschossen.
Info Anreise: Air Berlin fliegt zweimal pro Woche von Düsseldorf nach Male, ab 668 Euro. Der Flug mit dem Wasserflugzeug kostet 400 Dollar. Eine Woche im "Conrad Rangali Island" kostet ab 850 Dollar, im "Beach House" ab 700 Dollar und im "Iru Fushi" ab 500 Dollar. Auskünfte unter www.conrad maldives rangali island; www.the beach house at manafaru; www.iru fushi resort & spa
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