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Mönchengladbach: Wer ist der Borussia-Präsident?

zuletzt aktualisiert: 29.10.2011 - 02:30

Mönchengladbach (RP). Er ist eine der schillernden Unternehmerpersönlichkeiten des Landes – und das erst recht, weil ihm in jungen Jahren wohl niemand eine solche Karriere zugetraut hätte. Rolf Königs stammt aus einer Mönchengladbacher Arbeiterfamilie. Er fing als Lehrling bei einem Mönchengladbacher Textilfabrikanten an. Binnen kurzer Zeit arbeitete er sich zum Geschäftsführer hoch und machte aus einem vergleichsweise kleinen Laden ein Imperium, in dem 86 Unternehmen in 25 Ländern für einen Milliardenumsatz sorgen. All dies wohlgemerkt in einer Zeit, in der rundherum ein Textiler nach dem nächsten aufgeben musste. Die Firma Aunde setzte früh auf technische Textilien und stellt heute weltweit Sitze für Autos, Transporter und Lastwagen her.

Königs trägt stets schwarzen Anzug, dazu weißes Hemd mit extra langen Ärmeln (beides maßgeschneidert) und farbenfrohe Krawatten mit stets passendem Einstecktuch (beides selbst entworfen). Mit diesem Auftreten wirkt er im bodenständigen Mönchengladbach vergleichsweise exotisch. Doch die Menschen der Region haben Königs schätzen gelernt, seit er ein Ehrenamt nach dem nächsten angenommen hat. Die Fans von Borussia Mönchengladbach wissen, dass er den Verein in wirtschaftlich größter Not übernahm und mit zielsicherer Hand in ruhigeres Fahrwasser führte. Wirtschaftlich ist der Verein sehr gut aufgestellt, sportlich indes ist die Bilanz der Königs-Ära allenfalls mittelprächtig. Darum sieht sich der Präsident immer wieder – teilweise heftiger – Kritik ausgesetzt.

So extravagant sein Äußeres wirkt, so bescheiden lebt Königs. Er bewältigt auch mit 70 Jahren ein schier unglaubliches Arbeitspensum. Sein Zeitmanagement und sein Gedächtnis sind legendär. Und auch hochkarätige Verhandlungspartner berichten fast ehrfürchtig von seinem Verhandlungsgeschick.

Quelle: RP


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