Weniger Läden im Kö-Bogen?
VON DENISA RICHTERS - zuletzt aktualisiert: 23.03.2009 - 02:30Die. Einzelhandelsflächen in den zwei geplanten Neubauten, die im Rahmen des Projekts Kö-Bogen auf dem Jan-Wellem-Platz nach einem Entwurf des Star-Architekten Daniel Libeskind entstehen sollen, werden möglicherweise kleiner ausfallen als bisher vorgesehen. In dem europaweiten Wettbewerb, bei dem der Düsseldorfer Projektentwickler "Die Developer" mit dem Libeskind-Entwurf als einziger Bewerber den Zuschlag bekommen hat, war von der Stadt für Einzelhandel und Gastronomie eine Grenze von maximal 20 000 Quadratmetern vorgesehen.
Der eingereichte Vorschlag schöpft das nahezu aus, wobei noch unklar ist, wie groß der Anteil von Gastronomie sein soll. Bei manchen Einzelhändlern in der näheren und ferneren Nachbarschaft löst diese Größe – zum Vergleich: das Sevens an der Kö hat 14 000 Quadratmeter – Unbehagen aus. Es wird befürchtet, dass ein so großer neuer Einzelhandels-Standort in dieser Filet-Lage, nämlich am Nordende der Königsallee, sich negativ auf die östliche Schadowstraße im Bereich Tonhallenstraße, aber auch auf den Südteil der Kö haben könnte. FDP-Fraktionschefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann möchte solche Sorgen ausräumen: "Wichtig ist, dass mit dem zweiten Bauabschnitt Kö-Bogen die Achse Schadowstraße gestärkt wird."
Aus gut informierten Kreisen ist nun zu hören, dass im Gespräch sei, die Büroflächen, nach bisheriger Planung ebenfalls etwa 20 000 Quadratmeter, zu erhöhen. Die Einzelhandelsfläche würde damit entsprechend sinken. Der Auslöser soll ein interessierter Mieter sein. Bereits vor zwei Wochen auf der Immobilienmesse Mipim in Cannes war in diesem Zusammenhang die Trinkaus-Bank zu hören. Das Bankhaus hatte ursprünglich selbst den Kö-Bogen verwirklichen wollen, war jedoch vergangenes Jahr überraschend ausgestiegen. Es hieß unter anderem, die von der Stadt verlangte Bürgschaft in Höhe von 120 Millionen Euro sei zu hoch. Die haben auch "Die Developer" bisher noch nicht vorlegen können. Am 30. April soll die Frist ablaufen. Im Gespräch ist, dass sich die Stadtsparkasse als Teil eines Bankenkonsortiums beteiligt. Möglicherweise mit der Trinkaus-Bank an der Seite.
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