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Treff von 25 Spitzenmanagern

VON UWE REIMANN - zuletzt aktualisiert: 08.02.2012 - 02:30

Manche kennen sich aus Gesprächen und Verhandlungen sehr gut. Andere kennen sich nicht und haben noch nie miteinander gesprochen. Das Kennenlernen und die gemeinsame Diskussion über wirtschaftspolitische Themen wollen die Unternehmerschaft Düsseldorf e.V. und Siemens NRW ab sofort fördern. "Wir möchten mit diesem Forum eine neue exklusive Kommunikations- und Informationsplattform für wichtige Entscheider in der Stadt schaffen", sagt Herbert K. Meyer, Leiter der Siemens AG Region West und Vorstandsmitglied im Düsseldorfer Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie.

Gestern nun kamen zum ersten Mal 25 Spitzenmanager im Hyatt Hotel zusammen. Das Ziel des 1. Düsseldorfer Hafenlunchs: In persönlicher Atmosphäre sollen die Unternehmensführer über ein aktuelles Thema ins Gespräch kommen, sagt der Standortleiter von Henkel Düsseldorf und Vorsitzende der Unternehmerschaft Düsseldorf, Andreas Bruns.

Beide, Bruns und Meyer, können sich gut vorstellen, dass ein solcher Treff auf Entscheiderebene in Zukunft zum festen Terminkalender der Spitzenmanager gehört. Immer soll ein kurzweiliger und spannender Vortrag dazugehören, der als streitbare Grundlage einer Diskussion dienen kann.

25 Männer, (noch) keine Frau

Den 25 Männern (noch keine Frau) gab gestern der aus dem Fernsehen bekannte Börsenexperte Dirk Müller eine pointierte Zusammenfassung des derzeitigen Geschehens rund ums Griechenland-Chaos und der drohenden Euro-Pleite. Seine Sicht der Dinge: Griechenland ist in den nächsten Tagen oder Wochen pleite. Außerdem zweifelt Müller stark daran, dass die weltweiten Schulden von Staaten und Unternehmen in diesem Wirtschaftssystem überhaupt zurückzahlbar sind. Letztlich werde eine Entschuldung wohl nur über eine starke Inflation möglich sein, sagte Müller.

Die Diskussion war eröffnet. Thomas Buschmann, Firmenkundenchef der Deutschen Bank Düsseldorf, mochte den europäischen Staaten angesichts der selbstzerfleischenden Diskussionen um Schulden und Rezepte ein Image-Problem bescheinigen. "Ja, genau das ist eines der Dinge, die man außerhalb Europas in Amerika und in Asien so wahrnimmt", sagte Müller. Es würde den Interessen Europas sehr nützen, wenn man hier öfter mit einer Stimme spräche.

Fazit des 1. Düsseldorfer Hafenlunchs: Es nutzt jedem im ausgesuchten Kreis, wenn man sich in kleiner Runde zur Diskussion trifft.

Quelle: RP


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