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Schnelle Einführung des Sozialtickets gefordert

zuletzt aktualisiert: 01.03.2011 - 02:30

Die Initiative für ein Sozialticket in Düsseldorf stellte das Konzept "Aktion Freifahrt" vor und bekräftigte jetzt ihre Forderung, möglichst schnell ein Sozialticket einzuführen: Dies hatte der Verwaltungsrat des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) zum 1. Juni 2011 beschlossen. Das Ticket soll 22,50 Euro kosten. Die Mitglieder der Initiative haben jedoch Zweifel, ob das Ticket tatsächlich zu diesem Datum eingeführt werden wird, da die vergünstigte Fahrkarte aus Landesmitteln finanziert werden soll. Die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes NRW über den Nachtragshaushalt steht aber noch aus.

Den Preis von 22,50 Euro pro Monatsticket bezeichnete Holger Kirchhöfer, Koordinator der Initiative, als "inakzeptabel". Die Initiative veranschlagte den Höchstpreis bei 15 Euro. "Diese Summe ist angelehnt an die 11,49 Euro, die im Hartz IV-Satz für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel enthalten sind", erklärte Kirchhöfer. "Auch viele Rentner können sich die regulären Monatskarten des VRR nicht leisten", ergänzte Thorsten Nolting von der Diakonie Düsseldorf, "gerade alte Menschen sind aber auf Mobilität angewiesen, um weiterhin soziale Kontakte zu pflegen und Arztbesuche zu machen."

Besitzer verschiedener VRR-Monatskarten und von Semestertickets sind berechtigt, wochentags nach 19 Uhr und am Wochenende sowie an Feiertagen weitere Personen kostenfrei mitzunehmen. "Die Bereitschaft dazu kann man mit einem roten Anstecker zeigen", so Thomas Giese, der im Zakk an der Fichtenstraße das Mittwochsfrühstück für Erwerbslose organisiert. Er betonte, es sei "menschenunwürdig", arme Menschen derart in ihrer Mobilität einzuschränken. "Die ,Aktion Freifahrt' kann nur als Notmaßnahme dienen, bis es das Sozialticket gibt", sagte auch Kirchhöfer.

Die Anstecker werden regelmäßig an Haltestellen verteilt und sind unter anderem in der Altstadt-Armenküche , Burgplatz 3 und in der fiftyfifty-Galerie, Jägerstraße 15, erhältlich.

Quelle: RP


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