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Paul-Spiegel-Filmfest zeigt Reichtum jüdischer Kultur

VON ANNA-KATHARINA JUNG - zuletzt aktualisiert: 19.01.2012 - 02:30

Wie sieht jüdisches Leben in der Gegenwart aus? Welche Rolle spielen Traditionen, welche Bedeutung hat der Glaube? An einer Antwort auf diese Fragen versucht sich das Film- und Kulturfestival "Jüdische Welten". Ausrichter sind die jüdische Gemeinde und das Filmmuseum, in dessen Kino "Black Box" die Produktionen aufgeführt werden.

Zu Ehren des 2006 verstorbenen ehemaligen Präsidenten des Zentralrats der Juden, Paul Spiegel, trägt das Festival von diesem Jahr an seinen Namen. Spiegel lebte in Düsseldorf und setzte sich für das jüdische Leben mit allen seinen Facetten ein.

Das Festival beginnt am Sonntag, 22. Januar, um 17 Uhr mit einer Weltpremiere. "Married To The Marimba" ist ein Dokumentarfilm der israelischen Regisseure Larry Price und Alan Rosenthal. Er zeigt das Leben des gläubigen Straßenmusikers Alex Jacobowitz, der mit einem Xylophon durch Europa reist. Jocobowitz, der auch als Solist in internationalen Orchestern spielt, hat nichts vom Klischee des verwahrlosten, armen Straßenmusikanten. Neben Regisseur Larry Price wird auch Jacobowitz selbst zur Premiere erscheinen und im Anschluss ein Konzert geben.

Der zweite Film des Eröffnungsabends ist die Dokumentation "Life in Stills" der jungen israelischen Regisseurin Tamar Tal. Er wurde bereits auf dem Filmfestival in Leipzig und Tel Aviv ausgezeichnet. Im Mittelpunkt steht die 96-jährige Miriam Weissenstein, die einen Fotoladen im Zentrum Tel Avivs besitzt. An den Negativen in ihrem Archiv lassen sich die Höhen und Tiefen der letzten Jahrzehnte ablesen: Ihre Fotos sind ein Bildband jüdischer Geschichte.

Am Montag, 23. Januar, wird die israelische Tragikomödie "Die Reise des Personal Managers" des Regisseurs Eran Riklis gezeigt. Sein Roadmovie führt von Israel nach Rumänien.

Mit dem Konzert der jiddischen Pop-Band "Fayvish", am Dienstag, 24. Januar, um 19. 30 Uhr bringt der neue Kurator des Festivals, Thomas Ebbrecht, jüdisches Leben von der Kinoleinwand auf die Bühne der "Black Box" . Im Anschluss wird um 21 Uhr die amerikanische Dokumentation "Sholem Aleichem: Laughing In The Darkness" gezeigt.

Ein weiterer Höhepunkt des Festivals ist die Aufführung des Spielfilms "Wunderkinder" über musische begabte Kinder in der Ukraine während des Zweiten Weltkriegs am Mittwoch, 25. Januar, um 19 Uhr. Zum Abschluss des Festivals am Donnerstag, 26. Januar, wird um 20 Uhr die französische Komödie "Der Name der Leute" gezeigt.

Karten für alle Vorstellungen können unter 0211/89-92232 vorbestellt werden.

Quelle: RP


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