Neun Verfahren gegen "Hells Angels" eingeleitet
zuletzt aktualisiert: 27.01.2012 - 02:30Düsseldorf/Oberhausen (dpa) Nach einer Großrazzia gegen die "Hells Angels" in Düsseldorf hat die Polizei gegen neun Rocker Verfahren wegen Verstößen gegen das Waffenrecht eingeleitet. Es seien ein Strafverfahren und acht Ordnungswidrigkeiten-Verfahren in Gang gesetzt worden, sagte ein Polizeisprecher. 250 Polizisten hatten am Montagabend 86 Rocker in einem Domizil des Rockerclubs "Clan 81" kontrolliert, der die "Hells Angels" unterstützt. Dabei fanden sie Teles-kopschlagstöcke, einen Baseballschläger, eine Stahlrute, einen Holzschlagstock, Axtstiele und Klappmesser.
Unterdessen gab die Polizei bekannt, dass bereits am frühen Sonntagmorgen auf ein Haus in Oberhausen geschossen wurde, in dem ein Mitglied der "Bandidos"-Rocker wohnt. Nach dem zeitlichen Ablauf könnte dies ein Racheakt für die brutale Schlägerei zwischen den konkurrierenden Rocker-Clans vom Samstagabend in Mönchengladbach sein. "Es ist nicht auszuschließen, dass Verbindungen bestehen", sagte der Oberhausener Polizeisprecher Uwe Weighardt. Klare Hinweise dafür fehlten aber.
Bei der Schlägerei hatte es einen Schwerverletzten gegeben. Kurz darauf war am Sonntag vor einem Lokal der "Bandidos" in Herten im Ruhrgebiet ein Sprengsatz explodiert und hatte erheblichen Schaden angerichtet. Die Schüsse von Oberhausen könnten dazu passen.
Insgesamt seien dort fünf Schüsse aus größerer Entfernung abgegeben worden, sagte der Oberhausener Sprecher. Die Projektile würden untersucht, ein Ergebnis liege noch nicht vor. Vorsichtshalber sei die Polizei derzeit an den bekannten Treffpunkten der Rocker-Gruppierung in Oberhausen verstärkt präsent. Es gehe um Beobachtung und um den Schutz der Rocker.
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