Neu in Flingern: Film und Kunst mit Gleisanschluss
VON WERNER SCHWERTER - zuletzt aktualisiert: 28.05.2011 - 02:30Teilnehmer internationaler Filmfestivals schneiden und vertonen hier ihre Werke. Zugleich dürfen auch Kinder ab sechs Jahre in speziellen Kursen die professionelle Studiotechnik ausprobieren. Dem Publikum werden im Untergeschoss Filme gezeigt, die sonst kaum in Kinos erscheinen. Und auch die bildende Kunst gesellt sich dazu. Die Filmwerkstatt Düsseldorf, die seit 1991 in der ehemaligen Fliednerschule Kaiserswerth wirkte, rückt mit ihrer neuen Adresse (Birkenstraße 47) stärker ans Herz der Großstadt und erwartet künftig mehr öffentliche Aufmerksamkeit. Und für den Stadtteil Flingern ist der Zuzug eine weitere Belebung der aufblühenden kreativen Szene.
"Die Freude der Schiffbrüche" heißt eine Ausstellung von vier jungen Absolventen der Kunstakademie, mit der die Eröffnung des neuen Kulturschauplatzes am Mittwoch, 1. Juni, 19 Uhr gefeiert wird. Vorab kann keiner den Titel erklären, aber ein Omen für die Zukunft des vielseitigen Laboratoriums soll er nicht sein. Zugleich beginnt an diesem Abend die Reihe "Filme über Freiheit". Die Nähe zur Malerei ist Tradition bei der Filmwerkstatt, gegründet wurde sie 1976 von der Filmgruppe der Kunstakademie. Für Präsentationen und Laboratorium, Büro, Technik und einen kleinen Mehrzwecksaal mit Bar stellt die Stadt (die ihrerseits wiederum Mieter des Immobilienunternehmers und Mäzens Gil A. Bronner ist) den Filmleuten rund 400 Quadratmeter zur Verfügung, weitere 180 dem Berufsverband Bildender Künstler (BBK) im selben Gebäude.
Das für 35 000 Euro hergerichtete Hinterhof-Idyll mit dem Charme eines alten Gewerbestandorts kann von Bürgern und Firmen auch für eigene Treffen gemietet werden. Die Laderampe am stillgelegten Gleisanschluss wird zur Sonnenterrasse. Die Filmwerkstatt will die Liegestühle aufstellen, die sie sonst bei den Hafenlichtspielen am Ueckerplatz nutzt. Vorrangig aber wird hier gearbeitet.
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