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Lager brannte im Hauptbahnhof

VON JASMIN MAXWELL - zuletzt aktualisiert: 10.06.2009 - 02:30

Mit. 64 Mann war die Feuerwehr in der Nacht zu Dienstag drei Stunden lang am Düsseldorfer Hauptbahnhof im Einsatz: In einem Lagerraum war aus noch ungeklärten Gründen ein Feuer ausgebrochen. Dabei wurde niemand verletzt. Die Feuerwehr brachte sechs Arbeiter aus den verqualmten Lagerräumen in Sicherheit, Reisende und Bahnhofsbesucher waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Mindestens 60 000 Euro Schaden

Vier Paletten mit Deckenlampen und Verpackungsmaterialien von Läden im Hauptbahnhof waren in Brand geraten. Die Kripo ermittelt derzeit, ob ein technischer Defekt den Brand auslöste, es sich um Fremdverschulden oder Brandstiftung handelte. Der Schaden belaufe sich auf mindestens 60 000 Euro, schätzte Bahnhofsmanager Jörg Seelmeyer. Das Amt für Verbraucherschutz prüft derzeit, ob sich Lebensmittel in den Lagerräumen befanden. Sollte dies der Fall sein, würde die Summe sich erhöhen.

Die Rauchschwaden hatten sich im gesamten Lagerbereich und den Versorgungsräumen bis zum Gebäude der Bundespolizei neben dem Hauptbahnhof ausgebreitet. Auch hier wurde niemand verletzt: Die Beamten waren schon dabei, den Bahnhofsvorplatz abzusperren. Die hinteren Räume der Polizei-Dienststelle, Büros, Umkleiden und Lagerstätten konnten bis gestern nicht benutzt werden. Nur die Leitstelle war in Betrieb. Ein Hochleistungslüfter befreite den Raum von dem giftigen Qualm. Da auch die Klimaanlage nicht mehr arbeitete, fiel der Server eines Internet-anbieters aus, wodurch noch gestern im ganzen Land Internetverbindungen nicht funktionierten.

Vom Bertha-von-Suttner-Platz aus drückte die Feuerwehr, die mit drei Löschzügen und mehreren Sonderfahrzeugen angerückt war, den Rauch zwei Stunden lang mit Hochleistungslüftern aus den betroffenen Gängen. Die Einkaufspassage blieb frei von Qualm und auch der Zugverkehr wurde nicht beeinträchtigt, da zum Zeitpunkt des Brandes keine Züge fuhren. Gestern jedoch mussten zwei Bahnen auf andere Gleise umgeleitet werden. Im gesamten Bahnhof rieche es noch stark nach verschmortem Gummi, so Torsten Nehring, Sprecher der Deutschen Bahn.

Bis zur Königsallee breitete sich der Brandgeruch aus. Angestellte des Breidenbacher Hofs meldeten während des Einsatzes, im Hotel rieche es nach Qualm – wie sich herausstellte, war der Gestank vom Hauptbahnhof herübergezogen.

Quelle: Rheinische Post
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