Kulturzentrum Zakk stellt sein Programm vor
VON WALTER HAGENA - zuletzt aktualisiert: 20.08.2011 - 02:30Ende November wird es eng für die Freunde und Freundinnen guter Musik. Da treten im Zakk kurz hintereinander drei Bands auf, die faszinieren könnten. Da kommen am 22. die derzeit so angesagten Ja, Panik aus Berlin, mit ihren intelligenten Texten, die Deutsch und Englisch vermischen. Am 26. tritt die New Wave-Legende EA 80 auf, deren frühe Veröffentlichungen bei Slow Boy wiedererschienen sind, und am 29. darf man sich davon überzeugen, warum Metronomy für den prestigeträchtigen englischen Mercury Prize nominiert sind.
Besonderes Highlight beim Drei-Tage-Rennen (13. bis 15. Oktober): ein Auftritt von Andreas Dorau, der unlängst beim Melt-Festival begeisterte. Manch einer weiß noch, dass der ganz junge Dorau seinen Hit "Fred vom Jupiter" beim Düsseldorfer Atatak-Label herausbrachte. Und auch den 7. November sollte man sich vormerken. Dann spielt Bill Callahan seine wunderbaren, sparsam-lakonischen Songs. Am 27. Dezember bitten die Fehlfarben zur X-Mas Show, mit Überraschungsgästen. Noch ein kurzfristiger Tipp: heute Abend spielt Sam Beam alias "Iron & Wine" mit Band im Zakk, Beginn pünktlich um acht, ein paar wenige Karten gibt es wohl noch an der Abendkasse.
Auch wenn die Musik sich immer in den Vordergrund schiebt, die interkulturellen Veranstaltungen des Zakk sind äußerst wichtig, wie auch das "Sprachcamp" im Juli bewies. Die Diskussionen, die durch Thilo Sarrazin entfacht wurden, hallen immer noch nach, zwei Veranstaltungen nehmen Bezug darauf: In der Lesung aus "Das Manifest der Vielen" (26. September) kommen alternative Stimmen zu Worte, am 24. Oktober liest Patrick Bahners aus seinem Buch "Die Panikmacher – die deutsche Angst vor dem Islam." Im Programm Wort und Bühne gibt es Dinge, die sich wohl nie ändern. Der Auftritt von Volker Pispers ist ausverkauft. Max Goldt kommt. Wiglaf Droste auch. Neben den verlässlichen Bekannten finden sich aber auch geheime Tipps wie Hallgrimur Helgason aus Island, der mit neugierig machenden Buchtiteln wie "Von dem zweifelhaften Vergnügen tot zu sein" aufwarten kann. Für Fußball-Fans gibt es den "11 Freunde"-Abend des gleichnamigen Magazins.
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