Iris Berben liest jüdische Gedichte
zuletzt aktualisiert: 24.01.2012 - 02:30Die Schauspielerin Iris Berben ist am Samstag zu Gast bei einer Buchvorstellung im Kulturforum der Stadtsparkasse Düsseldorf. Die Künstlerin rezitiert deutsch-jüdische Lyrik aus dem Buch "Ist es Freude, ist es Schmerz?", das jetzt von Herbert Schmidt herausgegeben wird. Zu der Wahl, Iris Berben zu der Vorstellung einzuladen, erklärte Schmidt im Vorfeld: "Sie zeigte schon immer Engagement für jüdische Belange in der Welt." Bereits 2002 war Berben nach Düsseldorf zu einer Lesung geladen: Sie las im Savoy Theater aus dem Tagebuch der Anne Frank.
In dem neuen Sammelband stellt Herbert Schmidt insgesamt 1200 Gedichte von 305 Autorinnen und Autoren mit jüdischen Wurzeln vor. Die Texte sind auf Deutsch verfasst. Mit Hilfe von Schriftstellern, Journalisten, Filmemachern und Wissenschaftlern – von Otto Adeles über Moses Mendelssohn bis hin zu Frank Zwillinger – soll die Vielfalt der deutsch-jüdischen Lyrik vermittelt werden, um, wie der Herausgeber selbst sagt, "eine Symbiose zwischen Deutschen und Juden zu schaffen".
Bei der nicht-öffentlichen Buchpräsentation wird auch ein Grußwort von Stéphane Hessel (94) vorgetragen. Der in Frankreich lebende deutschstämmige Schriftsteller kämpfte in der Résistance gegen die Nationalsozialisten und setzt sich für die Menschenrechte ein. Michael Serrer, Leiter des Literaturbüros NRW, wird vor den geladenen Gästen mit Herbert Schmidt über das Werk sprechen. Professor Joseph A. Kruse, ehemaliger Direktor des Heinrich-Heine-Instituts, hält einen Vortrag über zerstörte Hoffnungen innerhalb der deutsch-jüdischen Lyrik. Den Abschluss wird Iris Berben mit der Rezitation einiger Texte bilden.
Eine öffentliche Lesung mit der Enkelin Herbert Schmidts, der Schauspielerin Clara Schmidt, findet am Dienstag, 14. Februar, um 20 Uhr in der Zentralbibliothek statt. Der Eintritt ist kostenlos. art
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