Fotos von 300 Nobelpreisträgern
VON STEFANIE WINKELNKEMPER - zuletzt aktualisiert: 15.05.2009 - 02:30Die. Fotografierten geben sich die Ehre: Nobelpreisträger wie Aaron Ciechanover und John Nash, dessen Leben im Film "A Beautiful Mind" erzählt wird, landen heute in Düsseldorf. Sie nehmen an der Eröffnung der Ausstellung "Nobel Minds" teil, einem einzigartigen Projekt des Berliner Fotografen Peter Badge. Mehr als neun Jahre war der 34-Jährige weltweit unterwegs und hat alle noch lebenden Nobelpreisträger in ihrer privaten Umgebung fotografiert.
Das Ergebnis sind mehr als 300 faszinierende Fotos, die Menschen in stiller Größe zeigen. Nelson Mandela etwa, der sein Lächeln abgelegt hat und für den Fotografen ernst und traurig guckt. "Mein Ziel war es, die Bilder so zu verdichten, dass man möglichst viel über den Menschen erfährt", sagt Badge. Er selbst wird heute zur Eröffnung in die Halle 29 an der Rheinmetall Allee kommen, denn die Fotoausstellung ist eine Premiere.
Ein Geschenk an die Stadt
Der Berliner hat seine Arbeit mit Porträts von Jimmy Carter, Alexander Solschenizyn, Gabriel Garcia Márquez und allen übrigen Geehrten bislang nur im Internet und als Buch veröffentlicht. Eine Fotoausstellung gab es noch nie, sie ist gerade fertig geworden. Dass ausgerechnet Düsseldorf in den Genuss der noblen Schau kommt, ist einem Sponsor zu verdanken: dem japanischen Unternehmen Oki Systems. Es feiert heute das 25-jährige Bestehen seines Hauptsitzes am Rhein und möchte sich mit der Ausstellung bei der Stadt Düsseldorf und dem Land NRW bedanken.
Die Japaner haben die Arbeit von Peter Badge finanziert und zahlreiche Prominente zu ihrem Fest geladen, darunter den Wikipedia-Gründer Jimmy Wales und die Schauspieler Joachim Król und Katharina Schubert sowie Musiker Helmut Zerlett.
Bei der Eröffnung wollen sie heute die 40 teils großformatigen Fotos an Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) übergeben. Wie ein Sprecher erklärt, wünscht sich das Druckunternehmen einen permanenten Ausstellungsort in Düsseldorf. Demnächst sollen die Fotos im Landtag zu sehen sein.
Mit Ausstellungsorten wie dem Stilwerk seien bereits erste Gespräche geführt worden, heißt es. Bei der Stadt hingegen ist man noch vorsichtig. "Unsere Häuser sind schon knapp bemessen", sagt Dieter Schwarz.
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