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Düsseldorf: Bund sagt Geld für Betuwe-Linie zu

VON KLAUS PETER KÜHN - zuletzt aktualisiert: 29.12.2011 - 02:30

Düsseldorf (RP). Die Bundesregierung will nun doch früher als erwartet Geld für den Ausbau der Bahnstrecke Emmerich – Oberhausen (Betuwe-Linie) bereitstellen. Dies hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) seinem NRW-Kollegen Harry Voigtsberger (SPD) in einem Brief verbindlich zugesagt. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: "Mit Baurecht in ersten Abschnitten wird ab 2013 gerechnet."

Ein drittes Gleis soll die Kapazität dieser wichtigen Nord-Süd-Verbindung erhöhen, auf der immer stärkere Güterströme zwischen den holländischen Häfen und europäischen Wirtschaftszentren fließen. Eng verbunden mit dem dritten Gleis ist der Bau von Lärmschutzwänden. Zwei Drittel der Gesamtkosten trägt der Bund, ein Drittel das Land.

Voigtsberger zeigte sich erfreut über den Brief, den er gestern erhielt: "Der Bund hat zugesagt, dass die Finanzierung des Bundesanteils gesichert ist und die Planung zum Bau des dritten Gleises zügig vorangetrieben wird." Mit Blick auf die Hindernisse, die das Projekt in der Vergangenheit immer wieder ausgebremst haben, kündigte der SPD-Politiker an: "Wir werden den Bund bei den nun anstehenden Gesprächen beim Wort nehmen."

Deutschland ist durch internationale Verträge verpflichtet, einen Engpass zwischen Emmerich und Oberhausen zu verhindern. Auf niederländischer Seite steht seit langem eine hochleistungsfähige Neubaustrecke für den wichtigen Nord-Süd-Korridor zur Verfügung. 2016 wird in der Schweiz auf der Nord-Süd-Achse mit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels die Kapazität stark gesteigert. Bahn-Chef Rüdiger Grube bezeichnet den Betuwe-Ausbau deshalb als "enorm wichtig". Er betont aber, dass die erwarteten zusätzlichen Güterzüge für die Anwohner nur bei deutlichen Fortschritten beim Lärmschutz zu ertragen seien.

Quelle: RP


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