Bürger protestieren gegen Castor-Transporte
zuletzt aktualisiert: 27.09.2010 - 02:30In Grafenberg und den umliegenden Stadtteilen wächst der Widerstand gegen einen Atommüll-Transport. Eine mögliche Route führt zwischen dem 5. und 8. November über Düsseldorfer Stadtgebiet und passiert dabei den Staufenplatztunnel. Der gilt nach Einschätzung des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr als unsicher, weil er den Anforderungen an den Brandschutz nicht genügt. Diese Aussage hatten Experten allerdings im Zusammenhang mit der Frage getroffen, ob Personenzüge durch den Tunnel fahren können.
Tunnel ist mehr als 30 Jahre alt
Kaspar Michels, einer der Initiatoren der "Anti-Castor-Parade" am kommenden Samstag (Start um 11 Uhr, Höherweg vor den Stadtwerken), dagegen warnt vor möglichen Gefahren eines Zwischenfalls im Tunnel. Er hatte bereits 2004 mit dem Zusammenschluss "S-Bahn – so nicht" für den Tunnel dringenden Sanierungsbedarf reklamiert. Geschehen ist bis heute nichts, der Tunnel ist mehr als 30 Jahre alt.
Die Grünen und die SPD unterstützen die Proteste gegen den Castor-Transport. Die Grünen wollen, dass der Rat am Donnerstag eine Resolution gegen Atommpüll-Transporte beschließt. CDU und FDP betrachten dies als Panikmache. "Es gibt keinen Transport, der sicherer ist als dieser", sagt der Liberale Manfred Neuenhaus. Die Strecke geht von Le Hague in Nordfrankreich (dort wird der Atommüll vorbehandelt) ins umstrittene Endlager nach Gorleben (Niedersachsen). Eine der möglichen Routen führt durch Düsseldorf und den zwei Kilometer langen Staufenplatztunnel in Grafenberg.
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