kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
           
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Rheinische Post Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast

Berlin: Wirtschaft gibt weniger Großspenden an Parteien

VON MICHAEL BRÖCKER - zuletzt aktualisiert: 03.01.2013

Berlin (RP). Vor allem Finanz-Unternehmen halten sich zurück.

Die deutschen Parteien müssen neun Monate vor der Bundestagswahl mit weniger Großspenden von Unternehmen auskommen. Insgesamt flossen 2012 nur 1,3 Millionen Euro von Konzernen wie BMW, Daimler oder Siemens an die Parteien. 2011 kamen noch 2,03 Millionen Euro zusammen, wie eine Aufstellung des Bundestags zeigt. Großspenden ab 50 000 Euro müssen dem Parlament angezeigt werden.

Die Parteien in Deutschland finanzieren sich aus Mitgliedsbeiträgen, öffentlichen Zuwendungen sowie privaten Spenden. Rund ein Viertel der Einnahmen machen Spenden aus. Am meisten Geld bekam mit 460 000 Euro die CSU. Zu den Gönnern gehörten der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie sowie der Münchner Autobauer BMW. CDU und SPD liegen mit je 260 000 Euro an Großspenden in etwa gleichauf, die FDP erhielt im abgelaufenen Jahr 205 000 Euro. Die Grünen erhielten keine Spenden dieser Größenordnung.

Vor allem die Finanzwirtschaft hält sich seit der Finanz- und Wirtschaftskrise spürbar zurück mit finanziellen Zuwendungen an die Parteien. Der Versicherungskonzern Allianz reduzierte beispielsweise seine Spenden an CDU, CSU, SPD, Grüne und FDP von 50 000 Euro auf 30 000 Euro. Die Deutsche Bank spendet seit 2010 gar nicht mehr. Der damalige Chef des Instituts, Josef Ackermann, hatte nach der öffentlichen Debatte um milliardenschwere Rettungspakete für Banken den Verzicht auf jegliche Parteispenden durchgesetzt. Im Zuge einer Reihe von Fällen von Kumpanei zwischen Politik und Wirtschaft haben sich viele große Konzerne zudem neue Regeln der guten Unternehmensführung gegeben ("Corporate Governance") und verzichten seither auf politische Spenden.

"Wir sind stärker auf kleine Spenden angewiesen", sagt CDU-Schatzmeister Helmut Linssen. Die Wahlkampffähigkeit sei aber nicht gefährdet. Die CDU sammelte 2011 laut Rechenschaftsbericht 1,4 Millionen Euro ein. 2012 sollen es knapp 1,5 Millionen Euro werden. Die FDP hofft, ihr Ziel von einer Million Euro Spendeneinnahmen zu erreichen, heißt es in der Partei. Bei der SPD fällt das Spendenaufkommen traditionell etwas niedriger aus. Dafür profitiert die SPD von diversen Medienbeteiligungen. Rund sieben bis neun Millionen Euro führt das SPD-eigene Unternehmen DDVG jährlich an die Partei ab.

Im Bundestagswahljahr hoffen nun alle Parteien auf mehr Spenden. Der Wahlkampf ist teuer. Alleine CDU und SPD geben nach deren Angaben zwischen 20 und 22 Millionen Euro für den Wahlkampf aus.

Quelle: RP/jh-
Mehr zu den Themen dieses Artikels


Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.
Anzeige

US-Präsident Obama zu Besuch in Berlin
US-Präsident Obama zu Besuch in Berlin
Es ist der Besuch des Jahres. Der US-Präsident ist in Berlin. Einst al .. mehr 
 
US-Präsident Obama zu Besuch in Berlin
US-Präsident Obama zu Besuch in Berlin
Es ist der Besuch des Jahres. Der US-Präsident ist in Berlin. Einst al ..
mehr 
Der Tag von Michelle, Sasha und Malia Obama in Berlin
Der Tag von Michelle, Sasha und Malia Obama in Berlin
US-Präsidentengattin Michelle Obama hat am ..
mehr 
#duranadam: Einsamer Protest auf dem Taksim-Platz
#duranadam: Einsamer Protest auf dem Taksim-Platz
Auf dem Taksim-Platz, dem zentralen Ort und ..
mehr 
Die Ankunft Obamas in Berlin
Die Ankunft Obamas in Berlin
Die Ankunft Obamas in Berlin
mehr 
Obama in Berlin

+++Live-Ticker Obama in Berlin+++

"Wunderbar, wieder in Berlin zu sein"

Es ist der Besuch des Jahres. Der US-Präsident ist in Berlin. Einst als Lichtgestalt umjubelt, muss er sich nun auch offener Kritik stellen. In der Hauptstadt gilt Sicherheitsstufe 1+. Wir halten Sie in unserem LIVE-Ticker über die Ereignisse in ... Von Michael Bröcker, Gregor Mayntz und Christoph Schroeter  mehr

 
Demonstrations in Istanbul

Stiller Protest gegen Erdogan

Der Türkei geht das Tränengas aus

Nach wochenlangem harten Einsatz gegen Demonstranten hält sich die Polizei überwiegend zurück. Allerdings wird auch das Tränengas knapp. mehr

 

Eine Gefahr für den Euro?

Zypern will Rettung neu verhandeln

 

Über Sicherheitsabkommen für Afghanistan

Karsai setzt Verhandlungen mit USA aus

 

SPD dementiert angebliche Planspiele

Bericht: Steinbrück wollte schon aufgeben

 
 

Wegen Nullrunde für Beamte

Gutachter: Rot-Grün begeht Rechtsbruch

 
Top-Services
 
Jetzt Fan werden!

Werden Sie jetzt Facebook-Fan von RP ONLINE und verpassen Sie keine News mehr.

Jetzt Facebook-Fan werden von RP ONLINE