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Vorteile für alle

zuletzt aktualisiert: 13.11.2008

Die „Süddeutsche Zeitung“ (München) zum Tarifabschluss bei der IG Metall:

„Das nun gefundene Konstrukt bietet allen Unterhändlern Vorteile. Es enthält eine Addition so vieler Komponenten und Prozentzahlen, dass jede Seite die Möglichkeit hat, sich das Ergebnis teuer – respektive billig zu rechnen. Die Arbeiter, die sich in den vergangenen Tagen an Warnstreiks beteiligt haben, sollen schließlich nicht aus der Gewerkschaft flüchten, die Unternehmer nicht aus dem Flächentarifvertrag. Ein Abschluss darf daher gar nicht eindeutig hoch oder tief sein. Jede Seite muss die Möglichkeit haben, sich in Interpretationen zu flüchten.“

Deutliches Plus

Der „General-Anzeiger“ (Bonn) zum selben Thema:

„Gemessen an ihrer Forderung von acht Prozent höheren Löhnen und Gehältern, steht die Gewerkschaft auf den ersten Blick als Verliererin da. Aber die Forderung stammte aus einer Zeit, in der die Wachstumsprognosen noch nicht abgestürzt waren. Angesichts der ungewissen Konjunkturaussichten entschied sich die IG-Metall-Spitze um Berthold Huber vernünftigerweise dafür, nicht mit dem Kopf durch die Wand gehen zu wollen. Die Beschäftigten verbuchen trotzdem ein deutliches Netto-Plus.“

Fahrt auf Sicht

Die „Rhein-Zeitung“ (Koblenz) zur zur Bundesregierung und der drohenden Rezession:

„Angst ist das Wort und Vertrauen das Gebot der Stunde. Aber diese Bundesregierung ist nicht die Instanz, die Bürgern wie Wirtschaft die Sorgen vor der Rezession nachhaltig nehmen wird. Auch nicht ihr Konjunkturprogramm. Die Große Koalition betreibt Politik wie einer, der auf Sicht fährt. Immer vor dem Nebel her, immer gerade noch die Straße erwischt, aber nicht wissend, was dahinter kommt. Das beste Beispiel dafür ist die geplante Befreiung von der Kfz-Steuer, die eine ökologische wie ökonomische Geisterfahrt einleitet.“

Quelle: Rheinische Post

 
 
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