Umweltschützer: NRW darf nicht zum Müllklo Europas werden
zuletzt aktualisiert: 21.11.2008Düsseldorf (hüw). In Deutschland drohen nach Einschätzung des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) Überkapazitäten in den Müllverbrennungsanlagen (MVA). Obwohl viele Anlagen schon jetzt nicht ausgelastet und deswegen auf Müllimporte angewiesen seien, würden neue MVA und Erweiterungsbauten geplant. „Müll ist höchst lukrativ“, sagte BUND-Landesgeschäftsführer Dirk Jansen. Mit Rücksicht auf die Bevölkerung müsse die Ausweitung jedoch gestoppt werden, forderte BUND-Vorsitzender Hubert Weigert. Bundesweit seien 71 MVA in Betrieb, 16 davon in NRW. Obwohl 2007 rund 1,8 Millionen Tonnen Müll – vor allem aus den Niederlanden – nach NRW gebracht worden seien, gebe es Pläne für eine Kapazitätsausweitung um eine Million Tonnen, darunter Asdonkshof (70 000 Tonnen) und Düsseldorf (50 000). NRW dürfe nicht das „Müllklo Europas“ sein, so der BUND.
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