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zuletzt aktualisiert: 25.01.2010 - 02:30

Haitis Regierung hat die Suche nach verschütteten Erdbeben-Opfern aufgegeben. Man wolle jetzt die Kräfte auf die Hilfe für die Überlebenden konzentrieren, ließ Präsident René Préval mitteilen. In Haiti wird die Entscheidung zum Teil heftig kritisiert. Denn noch am Samstag wurde aus den Trümmern eines Lebensmittelladens ein 23-Jähriger gerettet. Wismond Exantus berichtete, er habe sich beim Beben unter einen Tisch geflüchtet und in dem so entstandenen Hohlraum mit Hilfe von Cola, Bier und Keksen überlebt. (RP)

Blauhelme feuern in die Luft

Truppen der Vereinten Nationen haben Rangeleien bei der Verteilung von Hilfsgütern mit Warnschüssen beendet. Die Blauhelmsoldaten setzten auf einem ehemaligen Militärflugplatz der Hauptstadt Port-au-Prince auch Tränengas ein, als sich Hunderte Überlebende auf Hilfsgüter stürzten. Eine UN-Sprecherin sprach von einem "Einzelfall". (afp)

Geber-Konferenz in Kanada

Heute treffen sich Vertreter mehrerer Geberländer im kanadischen Montreal, um die Hilfen für Haiti besser zu koordinieren. Zugleich wollen sie eine Konferenz im März vorbereiten. An dem Krisentreffen der "Freunde Haitis" nimmt neben dem haitianischen Regierungschef Jean-Max Bellerive US-Außenministerin Hillary Clinton teil. Die Bundesregierung stockte ihre Hilfe um fünf auf insgesamt 15 Millionen Euro auf. (afp)

Stars sammeln Millionen

Ein spektakuläres Star-Aufgebot aus dem Film- und Musikgeschäft hat bei einem Spenden-Marathon in den USA 58 Millionen Dollar (41 Millionen Euro) für Haiti gesammelt. In der Fernsehshow "Hoffnung für Haiti jetzt" traten rund 130 Hollywood-Schauspieler und Musiker auf, darunter Madonna, Bruce Springsteen und Coldplay. George Clooney moderierte die Gala von Los Angeles aus; die Stars wurden aus New York, Kanada und London zugeschaltet. (afp)

Quelle: Rheinische Post

 
 
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