SPD: Stromkonzerne sollen Sanierung des Endlagers Asse zahlen
zuletzt aktualisiert: 12.03.2010 - 02:30Hannover (RP). SPD-Chef Sigmar Gabriel hat die Energieversorger wegen des maroden Atommüll-Endlagers Asse scharf angegriffen. Es sei nur um eine "billige Entsorgung für die Atomwirtschaft gegangen", sagte der frühere Bundesumweltminister vor dem Asse-Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtages in Hannover. Es sei "skandalös", dass nun der Steuerzahler für die Folgen aufkommen solle. Weil die Asse als billige Müllkippe von der Wirtschaft missbraucht worden sei, müssten die Stromkonzerne jetzt die Kosten für die Sanierung übernehmen. In dem einsturzgefährdeten ehemaligen Salzstock lagern rund 126 000 Fässer mit leicht- und mittelstark strahlendem Atommüll, die dort in den 60er und 70er Jahren eingelagert worden sind. Dem amtierenden Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) warf Gabriel vor, die Rückholung der Fässer verzögern zu wollen.
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