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Pisa-Studie löst Streit um Schulpolitik aus

VON EVA QUADBECK - zuletzt aktualisiert: 09.12.2010 - 02:30

Die weiterhin mittelmäßigen Leistungen der Jugendlichen bei der Schulstudie Pisa haben eine neue Debatte über die Schulpolitik entfacht. Die CDU wies gestern den Vorstoß von SPD und Grünen zurück, in Deutschland die Ganztagsschule zur Regelschule zu machen. "Es gibt viele Gründe, die für die Ganztagsschule sprechen. Sie löst aber unsere bildungspolitischen Probleme nicht", sagte der stellvertretende Chef der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Kretschmer, unserer Zeitung. Der Leiter des deutschen Pisa-Konsortiums, Eckhard Klieme, sprach sich hingegen für ein neues Ganztagsschulprogramm des Bundes aus. Es dürfe aber kein neues Bauprogramm sein, "sondern müsste in die Inhalte fließen, in besseren Unterricht und ein besseres Förder- und Freizeitprogramm", betonte Klieme.

Für Streit sorgt auch die Frage, ob Bund und Länder in der Bildungspolitik wieder stärker zusammenarbeiten sollen. Kretschmer wies einen entsprechenden Vorstoß von SPD und Grünen zurück. "Ich bin strikt gegen eine Bundesschulpolitik", sagte er. Der CDU-Politiker zeigte sich allerdings verhandlungsbereit, eine Zusammenarbeit von Bund und Ländern wieder zuzulassen: "Wenn die Mehrheit der Länder das wünscht, müssen wir darüber sprechen."

Der Chef der Kultusministerkonferenz, der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU), forderte als Konsequenz aus der Pisa-Studie eine bessere Lehrerausbildung. Er sprach sich für "klare Eignungskriterien" und eine "systematische Beratung" aus, bevor Abiturienten ein Lehramtstudium aufnehmen.

Quelle: Rheinische Post

 
 
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