Operation "Top Kill" gescheitert
zuletzt aktualisiert: 31.05.2010 - 02:30Samstagabend Ortszeit stand es fest. Operation "Top Kill" – der Versuch des Energiekonzerns BP das lecke Bohrloch im Golf von Mexiko in 1500 Metern Tiefe mit Schlamm und Gummiresten zu schließen – ist gescheitert. Nach diesem erneut misslungenen Rettungsversuch machten sich Ratlosigkeit, Enttäuschung und Resignation breit. Zudem wächst der Druck auf BP und Präsident Barack Obama, dem schlechtes Krisenmanagement vorgeworfen wird. "Es erschreckt uns alle, dass wir den Ölfluss nicht stoppen können", sagte BP-Manager Doug Suttles. Warum die Aktion nicht gelungen ist, konnte er nicht erklären. Präsident Obama betonte, dass die Umweltkatastrophe wütend mache und zugleich für die Menschen und die Natur der Region "herzzerreißend" sei. In der Amerikanischen Presse erhielt er für sein zögerliches Verhalten den Namen "Oilspill" (zu deutsch Ölfleck).
Als nächste Möglichkeit will BP das Steigrohr zur Quelle am Meeresgrund absägen und auf die Öffnung eine Kuppel stülpen, die das ausströmende Öl und Gas zu einem Schiff an der Meeresoberfläche leiten soll. Dies soll mindestens vier bis sieben Tage dauern und könnte den Ölfluss nur eindämmen, nicht aber stoppen. Unterdessen arbeitet BP an einem Plan das Bohrloch dauerhaft mit Zement zu versiegeln, doch das kann laut Konzernangaben nicht vor August geschehen
Seit Beginn der Katastrophe sind nach Expertenschätzungen rund 151 Millionen Liter Öl ins Meer gelangt.
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