NRW-Minister: Arbeitslosen nicht fast alles wegnehmen
zuletzt aktualisiert: 15.04.2009 - 02:30Berlin (qua). Vor dem Gipfel im Kanzleramt zur Wirtschaftskrise hat NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) ein Schonvermögen von bis zu 45 000 Euro für Empfänger von Arbeitslosengeld II gefordert. "Pro Lebensjahr müssen 700 Euro angerechnet werden", sagte Laumann unserer Zeitung. "Es ist verrückt, wenn wir Schutzschirme für Banken machen, damit die Sparbücher nicht entwertet werden, und zugleich einem Arbeiter, der seine Arbeit verliert, fast alles wegnehmen." Derzeit liegt die Höchstsumme des Vermögens, das bei längerer Arbeitslosigkeit unangetastet bleiben darf, bei 16 500 Euro beziehungsweise 250 Euro pro Lebensjahr. Laumann betonte, die 45 000 Euro entsprächen der Summe, die Rentner benötigten, um das abgesenkte Rentenniveau auszugleichen.
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