Löhrmann besucht Auschwitz
VON FRANK VOLLMER - zuletzt aktualisiert: 23.02.2012 - 02:30Auschwitz Während die Staatsspitze der Bundesrepublik heute der Opfer der Neonazi-Terrorserie gedenkt, besucht die stellvertretende Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann, Auschwitz. Die grüne Schulministerin begleitet zwei Schülergruppen aus Voerde (Kreis Wesel) und Warstein (Kreis Soest) in Polen. Mit ihnen besucht sie unter anderem das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und nimmt an einem Zeitzeugengespräch teil. Auch eine Kranzniederlegung ist geplant.
"Ich finde, dass es wichtig ist, den Schülern die Möglichkeit zu eröffnen, einen unmittelbaren Eindruck von den Verbrechen des Nationalsozialismus zu bekommen", sagte Löhrmann unserer Zeitung. "Wir sehen hier sehr intensiv, wie herausfordernd das ist."
Der Besuch der Schüler in Polen wird mitfinanziert von der Stiftung "Erinnern ermöglichen", die im Jahr 2010 unter anderem auf Initiative des damaligen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers und des Unternehmerpaars Roswitha und Erich Bethe zustande kam. Ziel der Stiftung ist, jedem Schüler aus NRW einen Besuch im Konzentrationslager Auschwitz zu ermöglichen.
Dass Löhrmanns Reise zeitlich mit der Gedenkfeier in Berlin zusammenfällt, ist Zufall. Die Terrorserie in Deutschland habe aber einen Bezug zu Auschwitz, sagte die Ministerin: "Es bleibt ein dauernder Auftrag, der Ausbreitung von Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit entgegenzutreten."
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