Krautscheid: Mitmachen in NRW-CDU erleichtern
zuletzt aktualisiert: 31.07.2010 - 02:30Mitglieder der NRW-CDU sollen nach den Vorstellungen ihres Generalsekretärs Andreas Krautscheid nicht ausschließlich per Briefwahl darüber entscheiden, wer Nachfolger des CDU-Landeschef Jürgen Rüttgers werden soll. Im SWR sagte Krautscheid, dass er auch dafür plädiere, dieses Votum im Oktober über landesweite Wahlveranstaltungen und Wahllokale einzuholen.
Viele CDU-Anhänger seien inzwischen ins Lager der Nichtwähler abgewandert, sagte Krautscheid. Oft handle es sich um "sehr bewusste Entscheidungen von hochpolitischen Menschen", denen innerparteilich das "Mitmachen erleichtert" werden müsse, so der Generalsekretär weiter.
Der CDU-Landesvorstand entscheidet Ende August über eine Mitgliederbefragung. Als Kandidaten für den Vorsitz gelten Bundesumweltminister Norbert Röttgen und der frühere NRW-Integrationsminister Armin Laschet. Krautscheid sagte, es gebe weitere Bewerber. Auch er selbst halte sich diese Option offen.
Die Führung der Bundes-CDU ist der Meinung, dass sich der nächste CDU-Landeschef vor seiner Wahl bereiterklären muss, bei möglichen Neuwahlen des Landtages als Spitzenkandidat anzutreten. Das berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger" unter Berufung auf Vertraute von Parteichefin Angela Merkel. Dies zielt in erster Linie auf Röttgen, der seinen politischen Schwerpunkt in Berlin hat.
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