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Iran: Ahmadinedschad äußert sich zu Nedas Tod

zuletzt aktualisiert: 30.06.2009 - 02:30

Teheran. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad will angeblich den Tod der Studentin Neda untersuchen lassen. In einem Brief bat er Irans Justizchef, Ayatollah Mahmud Haschimi Schahrudi, den Mord zu untersuchen und die Verantwortlichen zu verurteilen, wie die Nachrichtenagentur Isna berichtete. Ahmadinedschad verwies zur Begründung auf "die weitverbreitete Propaganda ausländischer Medien" über diesen "herzzerreißenden Zwischenfall". Die Feinde Irans wollten das "makellose Bild der islamischen Republik beschmutzen". Neda war bei Protesten gegen das Wahlergebnis erschossen worden – ihr Bild ging um die Welt.

Die teilweise Neuauszählung der Wählerstimmen hat das Ergebnis der Präsidentschaftswahl vom 12. Juni und damit die Wiederwahl Ahmadinedschads angeblich bestätigt. Das staatliche Fernsehen meldete gestern Abend, der Vorsitzende des Wächterrates, Ayatollah Ahmad Dschanati, habe Innenminister Sadek Mahuli über dieses Ergebnis informiert. Der Wächterrat hatte am Morgen mit der erneuten Auszählung der Stimmen aus zehn Prozent der Wahlurnen begonnen. Die unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Mir-Hossein Mussawi und Mehdi Karubi lehnten die Prozedur ab. Mussawi fordert Neuwahlen. Ahmadinedschad war bei der Wahl im Juni angeblich mit 63 Prozent im Amt bestätigt worden.

Internet Aktuelle Entwicklungen unter www.rp-online.de/politik

Quelle: Rheinische Post

 
 
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