kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast

Golfende Sozialdemokraten wollen Sarrazin loswerden

zuletzt aktualisiert: 06.09.2010 - 02:30

Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin ist wegen seiner umstrittenen Thesen zur Einwanderung in Deutschland nun auch bei den "Golfenden Sozialdemokraten" (Gosos) in Ungnade gefallen. Der "Focus" zitiert aus einer E-Mail des Berliner Staatssekretärs und Goso-Mitglieds Ulrich Freise, die unter anderem an die Parteifreunde Klaus Wowereit, Björn Böhning und Peter Strieder gerichtet sei. Darin schreibe Freise, weil er sich beim Sport auch wohlfühlen wolle, sei es ihm "wichtig, in wessen Gesellschaft ich bin". Weiter: "Mit Thilo habe ich gelegentlich Golf gespielt. Und ich habe ihn auch lange Zeit persönlich sehr geschätzt, trotz seiner manchmal abstrusen Äußerungen und öffentlichen Provokationen. Ich habe aber nach seinen rechtslastigen, menschenverletzenden und rassistischen Verirrungen und Verwirrungen nicht länger Lust, ihm bei den Gosos zu begegnen und mit ihm zusammen Sport zu treiben."

Die Gosos seien zwar "eigentlich eine völlig unbedeutende Truppe", schreibt Freise weiter – "aber ich möchte ihr nicht länger angehören, wenn Thilo bei uns seinen Platz hat". Neben den Gosos gibt es in der SPD auch die Jusos (Jungsozialisten) und die Schwusos (Lesben und Schwule in der SPD). Die Gosos treffen sich laut "Focus" seit 2008 alle zwei Wochen zum Golf. Sarrazin spiele jedoch – anders als der passionierte Golfer Wowereit – lediglich auf Anfängerniveau.

Am vergangenen Donnerstag hatte sich der Vorstand der Bundesbank für Sarrazins Abberufung ausgesprochen. Dennoch will Sarrazin nach Angaben der "Bild am Sonntag" heute weiter seinen Dienst in der Frankfurter Zentrale des Geldinstituts versehen. Schließlich werde der Antrag auf Sarrazins Abberufung erst rechtsgültig, wenn Bundespräsident Christian Wulff diesen unterschrieben habe. Nachdem Sarrazin alle Geschäftsbereiche entzogen worden seien, beantworte er zurzeit an die Bundesbank adressierte "Bürgerpost"-Briefe, schrieb das Blatt weiter.

Sarrazin hat offenbar seine Vorstandskollegen vorab über sein umstrittenes Buch über die deutsche Einwanderungs- und Integrationspolitik informiert. Er habe den gesamten Vorstand am 16. August schriftlich über die geplante Veröffentlichung von "Deutschland schafft sich ab" in Kenntnis gesetzt, berichtet die "Bild am Sonntag". Allerdings habe weder Bundesbank-Präsident Axel Weber noch ein anderes Vorstandsmitglied darauf reagiert und sich nach dem Inhalt des Buches erkundigt.

Quelle: Rheinische Post

 
 
Artikel der Rubrik Politik
 
 
Links zu diesem Artikel
 
Anzeige

Die Paukenschläge des Oskar Lafontaine
Die Paukenschläge des Oskar Lafontaine
Oskar Lafontaine hat in seiner politischen .. mehr 
 
Die Paukenschläge des Oskar Lafontaine
Die Paukenschläge des Oskar Lafontaine
Oskar Lafontaine hat in seiner politischen ..
mehr 
Alexis Tsipras zu Gast in Berlin
Alexis Tsipras zu Gast in Berlin
Der Linkspopulist Tsipras ist weltweit zum ..
mehr 
Thilo Sarrazin bei der Vorstellung seines Euro-Buchs
Thilo Sarrazin bei der Vorstellung seines Euro-Buchs
Der frühere SPD-Finanzsenator und Bundesbanker Thilo Sarrazin hat sein ..
mehr 
Gauck entlässt Röttgen als Umweltminister
Gauck entlässt Röttgen als Umweltminister
Bundespräsident Joachim Gauck hat Norbert ..
mehr 

Ankündigung der Koalition

Spürbare Senkung der Sozialbeiträge möglich

Die Arbeitnehmer in Deutschland können zum Jahreswechsel auf eine spürbare Senkung der Sozialbeiträge hoffen. Fachpolitiker von Union und FDP stellen eine deutliche Kürzung der Beitragssätze in Aussicht. mehr

 

NRW-Koalitionsgespräche gestartet

Kraft und Löhrmann zuversichtlich

Gut eine Woche nach ihrem Sieg bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen haben SPD und Grüne Koalitionsverhandlungen aufgenommen. Die Verhandlungsführerinnen, Hannelore Kraft (SPD) und Sylvia Löhrmann (Grüne), äußerten zuversichtlich. mehr

 

Linksradikaler Grieche zu Gast in Berlin

"Wir bitten um die Solidarität der Deutschen"

 

Dauer-Streit um Linke-Vorsitz

Oskar Lafontaine zieht Kandidatur zurück

 

Kanzlerin verteidigt Röttgen-Aus

Merkel: "Personeller Neuanfang notwendig"

 

Schwierige Energiewende in Deutschland

Rösler nimmt Länder in die Pflicht

 

Neuer Bundesumweltminister

Altmaier will bei Energiewende Tempo machen

 

Fangprämien im Gesundheitswesen

SPD fordert Gesetzesverschärfung

Top-Services