kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast

Karlsruhe: Gericht hebt Urteil gegen Sitzblockade auf

zuletzt aktualisiert: 31.03.2011 - 02:30

Karlsruhe (RP). Das Bundesverfassungsgericht hat die Rechte von Demonstranten gestärkt. Friedliche Sitzblockaden seien vom Grundrecht auf Versammlungsfreiheit geschützt, entschieden die Richter in einem gestern veröffentlichten Beschluss. Teilnehmer dürften daher nicht grundsätzlich wegen Nötigung verurteilt werden.

Die Richter hoben damit die Verurteilung eines Demonstranten wegen Nötigung auf und wiesen den Fall zur erneuten Verhandlung an das Landgericht Frankfurt am Main zurück. Der Mann hatte im März 2004 an einer Aktion gegen den Irak-Krieg teilgenommen. Aufgrund der Vorgaben des Verfassungsgerichts ist sein Freispruch jetzt wahrscheinlich.

Der Kläger hatte sich mit weiteren 40 Demonstranten auf der Straße niedergelassen, die zu dem US-Luftwaffenstützpunkt bei Frankfurt führte. Wegen gemeinschaftlicher Nötigung verurteilte das Landgericht ihn deshalb zu 450 Euro Geldstrafe. Die Verfassungsrichter hingegen entschieden, eine Sitzblockade sei für sich genommen zwar Nötigung. Die weiteren Argumente des Landgerichts rechtfertigten dennoch keine Verurteilung. Zum einen dürfe Demonstranten nicht angekreidet werden, dass sie mit ihrer Sitzblockade Aufmerksamkeit erregen wollten. Denn das sei Sinn einer Versammlung.

Auch sei das Argument nicht haltbar, wonach die von der Aktion betroffenen US-Staatsbürger und Soldaten die Irak-Politik ihres Landes gar nicht hätten beeinflussen können. Demonstranten dürften selbst über den Ort ihrer Versammlung entscheiden. Außerdem habe das Landgericht bei der Beurteilung der Lage wesentliche Gesichtspunkte, auch solche zugunsten des Klägers, außer acht gelassen – wie die vorherige Bekanntgabe der Aktion oder bestehende Ausweichmöglichkeiten (Az.: 1 BvR 388/05) .

Quelle: RP


Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.

 
 
Artikel der Rubrik Politik
 
 
Links zu diesem Artikel
 
Anzeige

Die Paukenschläge des Oskar Lafontaine
Die Paukenschläge des Oskar Lafontaine
Oskar Lafontaine hat in seiner politischen .. mehr 
 
Die Paukenschläge des Oskar Lafontaine
Die Paukenschläge des Oskar Lafontaine
Oskar Lafontaine hat in seiner politischen ..
mehr 
Alexis Tsipras zu Gast in Berlin
Alexis Tsipras zu Gast in Berlin
Der Linkspopulist Tsipras ist weltweit zum ..
mehr 
Thilo Sarrazin bei der Vorstellung seines Euro-Buchs
Thilo Sarrazin bei der Vorstellung seines Euro-Buchs
Der frühere SPD-Finanzsenator und Bundesbanker Thilo Sarrazin hat sein ..
mehr 
Gauck entlässt Röttgen als Umweltminister
Gauck entlässt Röttgen als Umweltminister
Bundespräsident Joachim Gauck hat Norbert ..
mehr 

NRW-Koalitionsgespräche gestartet

Kraft und Löhrmann zuversichtlich

Gut eine Woche nach ihrem Sieg bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen haben SPD und Grüne Koalitionsverhandlungen aufgenommen. Die Verhandlungsführerinnen, Hannelore Kraft (SPD) und Sylvia Löhrmann (Grüne), äußerten zuversichtlich. mehr

 

Linksradikaler Grieche zu Gast in Berlin

"Wir bitten um die Solidarität der Deutschen"

Alexis Tsipras ist für viele Politiker in Europa ein Schreckgespenst. Der radikallinke Grieche kämpft für ein Ende des Sparkurses in seinem Land und feiert Erfolge in Umfragen und Wahlen. Auf Einladung der Linken kam Tsipras am Dienstag nach Berlin. mehr

 

Dauer-Streit um Linke-Vorsitz

Oskar Lafontaine zieht Kandidatur zurück

 

Kanzlerin verteidigt Röttgen-Aus

Merkel: "Personeller Neuanfang notwendig"

 

Schwierige Energiewende in Deutschland

Rösler nimmt Länder in die Pflicht

 

Neuer Bundesumweltminister

Altmaier will bei Energiewende Tempo machen

 

Fangprämien im Gesundheitswesen

SPD fordert Gesetzesverschärfung

 

NRW-CDU sucht Wege aus der Krise

Laschet: "Es tut gut, demütig zu sein"

Top-Services