Eine Latina wird höchste Richterin in Washington
VON THOMAS SPANG - zuletzt aktualisiert: 07.08.2009 - 02:30Washington. Ein historischer Tag für das Verfassungsgericht der USA: Mit Sonia Sotomayor (55) wird erstmals eine Latina als Richterin in den Supreme Court einziehen. Der Senat bestätigte gestern die Personalentscheidung von Präsident Barack Obama. Sotomayors Familie stammt aus Lateinamerika.
Die Abstimmung markiert das Ende eines bewegten Anhörungsverfahrens. Während die Demokraten die Ausnahmejuristin uneingeschränkt unterstützten, kritisierten die Republikaner sie als voreingenommen. Es sei zu befürchten, dass sie Frauen und Minderheiten bevorzugen werde, lautet ein zentrales Argument ihrer Gegner.
Lateinamerikanische Lobbyisten erwarten, dass die Ablehnung Sotomayors durch drei Viertel der Republikaner im Senat Konsequenzen haben wird. Mit 15 Prozent Anteil an der Wählerschaft zählen die Latinos zu einer der wichtigsten Stimmgruppen in den USA.
Sotomayors Vater kam aus Puerto Rico nach New York, arbeitete als Fabrikarbeiter. Als Sonia neun Jahre alt war, verstarb er. Ihre Mutter zog sie im Armenviertel Bronx groß. Die Tochter glänzte in der Schule und verdiente sich damit ihre Stipendien für die Elite-Universitäten Princeton und Yale. Als Staatsanwältin in Manhattan startete sie ihre juristische Karriere.
Internet Sonia Sotomayor im Porträt unter www.rp-online.de/politik
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