De Maizière räumt Fehler im deutschen Einheitsvertrag ein
zuletzt aktualisiert: 23.08.2010 - 02:30Leipzig (afp). Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat vor den Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit im Oktober Fehler in dem von ihm selbst mitverhandelten Einheitsvertrag eingeräumt. "Es wäre ein Startvorteil für den Osten und eine Chance zur Modernisierung für ganz Deutschland gewesen, wenn man nicht mit einem Schlag alle Gesetze aus dem Westen übernommen hätte", sagte er der "Leipziger Volkszeitung". Diese Position sei allerdings nicht mehrheitsfähig gewesen. "Die meisten dachten, die Welt gehe umgehend zu Grunde, wenn nicht sofort nahezu alle Gesetze auch im Beitrittsgebiet gelten." Die fehlende Anerkennung ostdeutscher Bildungsabschlüsse bezeichnete der Innenminister, der auch Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Länder ist, als einen "schweren psychologischen Fehler".
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