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CDU-Duell in NRW: Laschet holt gegen Röttgen auf

zuletzt aktualisiert: 09.09.2010 - 02:30

Im Wettstreit um den CDU-Landesvorsitz sind die beiden Bewerber, Ex-Integrationsminister Armin Laschet (49) und Bundesumweltminister Norbert Röttgen (45), gestern Abend in Bottrop zur fünften Regionalkonferenz zusammengetroffen. Wie bei den vorherigen Vorstellungsrunden war das Interesse groß: 700 Besucher erlebten zwei gleich starke Kandidaten. Laschet griff die Schulpolitik der rot-grünen Landesregierung ebenso an wie deren Schuldenkurs ("Sie haben nichts dazugelernt"). Er verkniff sich aber auch einige Spitzen gegen Röttgen nicht. Wer wie die Grünen alles, auch die Kernkraft ablehne, der sage Nein zu NRW als Industrie-Standort. Röttgen, der im Streit um die Laufzeiten von Atomkraftwerken für deutlich kürzere Fristen eingetreten war als jetzt vereinbart, hörte mit gefrorenem Lächeln zu. Laschet setzte nach: Vor allem in Berlin werde Politik fast nur noch "aus tagespolitischen Ansätzen" heraus gemacht.

Minister Röttgen lobte dagegen das Energiekonzept der Bundesregierung, räumte jedoch ein: "Es wurde auch langsam Zeit, dass wir ein solches Werkstück abliefern." Damit werde es gelingen, "dass wir ein modernes Industrieland bleiben." Dem Stichwort Generationengerechtigkeit widmete er einen großen Teil seiner Vorstellungsrede. Dabei fiel auch wieder jener Satz, der ihm regelmäßig den Applaus der Zuhörer sichert: In Deutschland müsse "Politik aus den Augen unserer Kinder gemacht" werden.

Auf die Frage eines Zuhörers, worin sich die Kandidaten inhaltlich unterscheiden, meinte Laschet, die Tatsache, dass beide oft dieselben Ansichten verträten, könne nicht verwundern: "Wir beide sind doch in derselben Partei." Unterschiede gab es aber doch: Röttgen verfiel bei den Zuhörerfragen stellenweise in weitschweifige Erklärungen; Laschet war präziser und pfiffiger.

Quelle: Rheinische Post

 
 
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