Bischof Müller prangert Hetze gegen Kirche an
zuletzt aktualisiert: 22.03.2010 - 02:30Regensburg (Mc) Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller hat in seinem sonntäglichen Hirtenwort Teile der Berichterstattung über Kindesmissbrauch in kirchlichen Einrichtungen als Beleg für antikirchliche Vorurteile und Hetze angeprangert. Müller, der in der katholischen Deutschen Bischofskonferenz für Ökumene zuständig ist und vom Papst sehr geschätzt wird, wies den Vorwurf einer systematischen Vertuschung von Übergriffen durch Verantwortliche der Kirche zurück. Er verurteile den Versuch, die ganze katholische Kirche und ihre Einrichtungen in Misskredit zu bringen.
Müller warf kirchenfeindlich gesinnten Kräften vor, sich die Regensburger Domspatzen als Opfer ausgesucht zu haben: "Ein Glanzstück des Bistums Regensburg soll in den Dreck gezogen werden." Mit krimineller Energie werde durch Zerrbilder gezielt Hetze verursacht. Mittlerweile sei die Stimmung so angeheizt, dass Domspatzen öffentlich angepöbelt würden. Reporter, die ihr Gymnasium belagerten, bedrängten Eltern, weil diese ihre Kinder noch nicht aus dem vermeintlichen "Sumpf von sexueller Gewalt und systematischer Demütigung" befreit hätten. Behauptungen, er habe Teile der Berichterstattung über Missbrauchsfälle mit der kirchenfeindlichen Hetze der Nationalsozialisten verglichen, wies Bischof Müllers Sprecher gestern als "an den Haaren herbeigezogen" zurück. Der Bischof habe lediglich in einer Predigt zum 100-jährigen Bestehen des katholischen Frauenbundes an den Mut der Frauen im Jahr 1941 gegen die menschenfeindliche Nazi-Ideologie erinnert und aktuell dazu aufgerufen, auch jetzt zum Glauben und zur Kirche treu zu stehen.
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