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Berater drängten OB zum Rücktritt

VON ULLI TÜCKMANTEL - zuletzt aktualisiert: 17.08.2010 - 02:30

Der erste Medienauftritt des Duisburger Oberbürgermeisters Adolf Sauerland (CDU) drei Wochen nach der Loveparade-Katastrophe hat ein geteiltes Echo ausgelöst. Die meisten Beobachter nahmen Sauerland zumindest seine große persönliche Betroffenheit ab. Die Rückkehr des Duisburger Oberbürgermeisters zu Gesprächen mit den Medien geht offenbar auf die Empfehlung des neuen Medienberaters zurück, den die Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek stellt.

Was bisher nicht bekannt war: Nach Informationen von Insidern im Duisburger Rathaus soll vor Heuking Kühn Lüer Wojtek eine bekannte Essener Rechtsanwaltskanzlei tätig geworden sein. Die habe Sauerland immer wieder erklären wollen, das sehe für ihn gar nicht gut aus. Oberbürgermeister Sauerland sei am Freitag vor der Trauerfeier von der Essener Rechtsanwaltskanzlei eine vorformulierte Rücktrittserklärung mit der Empfehlung vorgelegt worden, sie zu unterschreiben und mit ihr vor die Presse zu treten.

Der Oberbürgermeister habe dies schließlich abgelehnt. Zuvor war von unbekannter Seite gestreut worden, es werde an diesem Tag eine bedeutende Erklärung geben; von wem, ist nicht bekannt. Kamerateams standen wie bestellt vor dem Rathaus, zogen aber unverrichteter Dinge wieder ab. Erst nach dem Rücktritts-Vorschlag aus Essen soll die Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek von der Stadt mit Aufarbeitung und Beratung beauftragt worden sein. Die bot dem Duisburger OB im Rahmen des Auftragspakets einen als besonders kritisch geltenden Medienberater an, der bis Ende 2009 das Düsseldorfer Büro des Magazins "Focus" leitete und in den vergangenen Jahre etliche Skandale in der Landespolitik aufdeckte.

Quelle: Rheinische Post

 
 
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