Beide Parteien sehen sich als Sieger
zuletzt aktualisiert: 15.09.2009 - 02:30Berlin. Union und SPD haben gleichermaßen den Sieg im TV-Duell für sich reklamiert. SPD-Chef Franz Müntefering sprach von einem Durchbruch für seine Partei im Wahlkampf. SPD-Generalsekretär Hubertus Heil sagte, Steinmeier habe vor allem bei den unentschlossenen Wählern deutlich gepunktet. "Dieser Mann kann Kanzler. Das hat Deutschland sehen können", sagte Heil. Nach einer Schaltkonferenz des SPD-Präsidiums versicherte er: "Das Duell hat Rückenwind gegeben für den Schlussspurt." Müntefering bekräftigte, er lehne eine Fortsetzung der großen Koalition ab: "Man kann nicht so weitermachen."
CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla meinte dagegen, Steinmeier habe keine Machtperspektive, er stehe für instabilen Schlingerkurs. Sein einziger Anspruch sei, "dass er Schwarz-Gelb verhindern will".
Steinmeier selbst wies den Vorwurf zurück, das Duell sei zu harmonisch verlaufen, und er habe zu wenig Angriffslust gezeigt. "Es war kein Duett, sondern ein Duell mit Inhalten", unterstrich er. Merkel warf er Unentschlossenheit vor. Die Bundeskanzlerin warnte vor einem zunehmenden Drang der SPD in Richtung Linkspartei.
CSU-Chef Host Seehofer zeigte sich "sehr zufrieden mit unserer Kanzlerin". Allerdings habe sich am Sonntag gezeigt, dass die Union "noch engagiert und hart kämpfen muss, um die Bundestagswahl zu gewinnen". Die Wahl sei "offen". Es komme "noch eine spannende Endphase im Wahlkampf".
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