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Möbelmesse: Wohnen wie im Hotel

zuletzt aktualisiert: 19.01.2010 - 02:30

Köln (jis) Bislang hatten auch Möbel eine Schokoladenseite. Vorne Weichholz, hinten Pressspan. Die Zeiten sind vorbei. "Möbel müssen heute auch von hinten schön sein", sagt Ursula Geismann, Sprecherin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie. Denn der Trend geht dahin, klassische Grundrisse aufzubrechen und bisher getrennte Räume wie Schlaf- und Badezimmer zu verschmelzen. "Die Menschen möchten wohnen wie im Luxushotel", so Geismann. Auf der internationalen Kölner Möbelmesse "imm cologne" sind solche Multifunktionsräume bis zum 24. Januar zu besichtigen. Insgesamt zeigen rund 1000 Aussteller aus 51 Ländern mehr als 100 000 Einzelmöbel.

Das vorherrschende Design passt sich dem neuen Raumtrend an. So verdränge eine zeitlos schicke Formensprache mittlerweile altdeutsche Piefigkeit, sagt Geismann, oft umgesetzt in mondäne Mitnahmemöbel. Bei den Farben setzen sich neben Weiß wieder knallige Töne durch. "Wenn es bunt wird, geht es laut Psychologen wirtschaftlich bergauf", interpretiert Geismann. Bestätigt sieht sie das dadurch, dass mehr Geld in Qualitätsmöbel investiert werde, zum Beispiel in Kinderzimmer. "Die Kunden wollen lange etwas von dem Mobiliar haben und sind daher bereit, mehr zu bezahlen." Knapp 30 Milliarden Euro haben die Deutschen 2009 für Möbel und Küchen ausgegeben, sogar etwas mehr als 2008. Generell sei das mittlere Preissegment etwas weggebrochen; Billigmöbel würden aber ähnlich gut laufen wie Hochpreisiges. Wobei die Möbelpreise im Vergleich zum Vorjahr kaum gestiegen seien.

Zugenommen haben auf der anderen Seite die Importe aus Osteuropa und vor allem aus China, wo besonders günstig produziert wird. "Es zeichnet sich ab, dass China Importland Nummer eins wird", so Geismann. Ein weitere Entwicklung sei der Trend zu umweltbewusst hergestellten Möbeln – quer durch alle Segmente. Wer Küchenmöbel sucht, ist in diesem Jahr übrigens falsch auf der imm cologne – die gibt's erst wieder 2011 zu sehen.

Info Publikumstage am 23./24. Januar; Eintritt 17 Euro Tageskarte (VVK 13 Euro); www.imm-cologne.de

Quelle: Rheinische Post

 
 
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