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Google-Street-View stoppt Kamerafahrten

zuletzt aktualisiert: 26.05.2010 - 02:30

Der US-Internetkonzern Google wird bis auf weiteres keine Straßen und Gebäude für den Internetdienst "Street View" mehr filmen. Nach erheblichen Protesten in Deutschland entschloss sich Google, weltweit keine Autos mehr mit Kameras durch die Straßen zu schicken, bestätigte ein Google-Sprecher den "Stuttgarter Nachrichten".

Google hatte vergangene Woche zugegeben, auch private Daten aus offenen Internet-Funknetzen gespeichert zu haben. "Wir haben einen Fehler gemacht, den wir sehr bedauern und für den wir uns entschuldigen. Wir sind dem Vertrauen der Nutzer nicht gerecht geworden und setzen alles daran, es wieder zu gewinnen", sagte Google-Sprecher Kay Oberbeck. Der für Google zuständige Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar gehe davon aus, dass die Autos erst wieder fahren, wenn sie umgerüstet sind und keine Daten aus WLAN-Netzen mehr empfangen können.

Die Bundes-Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner hatte vor Bekanntwerden der Nachricht vermutet, Google werde wegen einer Flut von Widersprüchen seinen Street-View-Dienst nicht mehr wie vorgesehen 2010 in Deutschland starten. Bereits eine fünfstellige Zahl von Bürgern habe sich gegen die Veröffentlichung von Bildern ihrer Häuser im Internet gewehrt, sagte Aigner Zeitungen der "WAZ"-Gruppe. Google habe zugesichert, vor der Freischaltung von Street View generell Gesichter und Kfz-Kennzeichnen unkenntlich zu machen.

Zugleich forderte Aigner von Google eine lückenlose Aufklärung der Datenschutz-Verstöße. Es sei versichert worden, dass bei der Fototour durch Deutschland lediglich WLAN-Netze lokalisiert würden, betonte die Ministerin. Der Konzern habe sich zwar entschuldigt, müsse aber dem zuständigen Hamburger Datenschutzbeauftragten nun Zugang zu den betreffenden Daten gewähren, bevor diese dann gelöscht werden müssten.

Quelle: Rheinische Post

 
 
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