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Gedenkstele für Loveparade-Opfer

zuletzt aktualisiert: 21.12.2010 - 02:30

Bei den Ermittlungen zur Loveparade-Katastrophe will die Staatsanwaltschaft "in Kürze" mitteilen, ob gegen bestimmte Personen ein Anfangsverdacht besteht. In den vergangenen Tagen war in Medien darüber spekuliert worden, dass die Behörde konkret gegen elf Personen ermitteln wolle. Dies könne er nicht bestätigen, sagte gestern Rolf Haferkamp, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Duisburg. Der Sachverhalt werde weiter geprüft. Im Interesse der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen würden aber auch später keine Namen bekanntgegeben.

Unterdessen präsentierte eine Jury gestern den Entwurf für eine Gedenkstele für die 21 Opfer der Loveparade. Sie zeigt später, aus einem sechs Meter langen Stahlstück geschnitten, die Silhouette in die Höhe gestreckter Hände – als Symbol sowohl für eine tanzende Menge als auch für Menschen, die ihre Hände um Hilfe bittend nach oben reichen. "Das Kunstwerk entspricht den Anforderungen, die die Jury als zwingend notwendig erachtet, um dem Unglück, aber auch den Bedürfnissen Angehöriger, Verletzter und Betroffener am ehesten gerecht zu werden", heißt es in der Begründung der Jury, zu der auch Duisburgs Alt-Oberbürgermeister Josef Krings gehört.

Der Entwurf stammt von dem Duisburger Künstler Jürgen Meister, der mit dem Werkstoff Stahl eine Verbindung zur Stadt herstellen will. Meister betont, dass die Skulptur weniger ein Mahnmal als vielmehr ein Platz des Verweilens sein soll. Sie steht daher auf einem Betonsockel, der als Sitzplatz fungiert. Aufgestellt werden soll die Stele wohl östlich des Karl-Lehr-Tunnels, dem Ort des Unglücks.

Derzeit erinnert dort ein Glaskubus gefüllt mit Briefen, Stofftieren und Kleidungsstücken von Verletzten an den 24. Juli. Er soll in den Boden unterhalb der Stahlstele eingelassen werden. Für die Gedenkstele hat die Duisburger Initiative Spendentrauermarsch rund 26 000 Euro zur Verfügung. Die Stele soll im April aufgestellt werden. Vorher noch werden alle 39 eingegangenen Entwürfe für das Mahnmal in einer Ausstellung zu sehen sein.

Quelle: Rheinische Post

 
 
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