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K.O.-Pipeline

VON MARTIN KESSLER - zuletzt aktualisiert: 27.10.2010 - 02:30

Die Gegner der umstrittenen CO-Pipeline des Bayer-Konzerns können sich freuen. Die rot-grüne Minderheitsregierung in NRW wird alles daran setzen, dass die für zig Millionen Euro gebaute Transport-Röhre für Kohlenmonoxid nie in Betrieb geht. Daran kann auch der im Grunde verständige SPD-Wirtschaftsminister Voigtsberger wenig ändern. Die CO- wird zur K.O.-Pipeline.

Den vielen Grundstücksbesitzern entlang der Röhre bleibt damit der Wert ihres Eigentums ungeschmälert erhalten. Wirtschaftlich ist das Signal indes verheerend. Im Industrieland Nordrhein-Westfalen ist es offenbar nicht mehr möglich, außerhalb der bestehenden Anlagen Chemie-Investitionen vorzunehmen. Darf auch das Kraftwerk Datteln nicht weitergebaut werden, wird die dazu notwendige Energie ebenfalls fehlen.

Das Ende der CO-Pipeline hat weitreichende Konsequenzen. Bayer wird eine Lösung ohne das Transportsystem finden. Die Kostensituation für Standorte wie Krefeld wird das freilich verschlechtern. Neue Großanlagen haben dort kaum noch Chancen, auch wenn die Produktion dort grundsätzlich wettbewerbsfähig ist. Die schleichende Deindustrialisierung Nordrhein-Westfalens schreitet voran.

Quelle: Rheinische Post
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