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Iran setzt auf China

VON MAXIMILIAN PLÜCK - zuletzt aktualisiert: 30.01.2012 - 02:30

Aus Angst vor der eigenen Courage hat der sonst so angriffslustige Iran die Entscheidung über ein sofortiges Erdöl-Embargo gegen Europa vorerst vertagt. Der Vorgang zeigt, wie sehr sich das Regime mit seinen Drohgebärden angesichts der EU-Sanktionen in die Sackgasse manövriert hat. Die iranische Wirtschaft ist auf den Verkauf des Öls dringend angewiesen; die EU-Maßnahmen schmerzen sehr.

Umso mehr könnte Teheran deshalb künftig die nach Rohstoffen lechzende chinesische Wirtschaft umgarnen. Peking zeigt wenig Skrupel im Umgang mit dem Mullah-Regime und hat die Sanktionen der EU bereits kritisiert. Nur zu gerne würden die Chinesen das günstige Erdöl aus iranischer Produktion abnehmen, das bislang überwiegend nach Südeuropa fließt. Am Donnerstag reist Angela Merkel zu Gesprächen nach China. Diesen Besuch sollte die Kanzlerin dazu nutzen, um Peking von der Sinnhaftigkeit gemeinsamer, harter Maßnahmen gegen den Iran zu überzeugen. Denn auch wenn das Land erstmals wieder Kontrolleure der Internationalen Atomenergiebehörde Zutritt gewährt hat, darf kein Zweifel daran bestehen: Teheran strebt nach der Bombe. Scharfe wirtschaftliche Sanktionen sind die einzige Sprache, die das Regime versteht.

Bericht: iran dreht eu . . ., titelseite

Quelle: RP


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