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Hellas in Not

VON MICHAEL BRÖCKER - zuletzt aktualisiert: 03.02.2012 - 02:30

Die griechische Tragödie geht ihrem Ende entgegen: dem Exodus. Der Auszug Athens aus dem Euro ist kein Fantasiegebilde mehr, sondern realistische Option. Zu lange haben die Griechen gezögert, ihr Reformwille überzeugt offenbar nicht. Athen hat ein bisschen gespart und viel abgewiegelt. Ein Ministerpräsident musste gehen. Jetzt steht das Land vor Wahlen, Protestler legen immer wieder die Infrastruktur lahm. Und das Vertrauen der Finanzmärkte ist bei null.

Nun scheint auch die EU die Geduld zu verlieren. Der Ruf nach einem "Sparkommissar" war kein Populismus, sondern pure Verzweiflung. Die Privatisierungserlöse in Athen bleiben hinter den Erwartungen zurück, eine funktionierende Steuerverwaltung ist nicht in Sicht, die Vermögenden haben ihr Geld außer Landes gebracht. Und Wachstum? Fehlanzeige. Ein weiteres Hilfspaket wird es wohl trotzdem geben. Erneut wird Zeit gekauft. Dass Griechenland damit gerettet werden kann, glaubt in der Bundesregierung aber nicht einmal der notorisch optimistische Finanzminister Wolfgang Schäuble. Er hat sich für die Verhandlungen unlängst den Begriff "Fass ohne Boden" ins Englische übersetzen lassen. Es heißt: "bottomless pit". Klingt auch nicht besser.

bericht: Griechen wollen . . ., titelseite

Quelle: RP


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