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EU und Internet

VON ANJA INGENRIETH - zuletzt aktualisiert: 26.01.2012 - 02:30

Brüssel sagt den Datensammlern im Internet den Kampf an: Private Informationen wie Einträge in soziale Netzwerke müssen künftig auf Kundenwunsch vollständig gelöscht werden. Auf diese Weise sollen die Internetnutzer wieder Herr über ihre persönlichen Daten werden. Deren Verarbeitung und Nutzung ist aber gerade die Basis profitabler Geschäftsmodelle von Konzernen wie Google, Yahoo oder Facebook, die über den Brüsseler Vorstoß alles andere als begeistert sind.

Die EU-Datenschutzregeln sind ein Schritt in die richtige Richtung. Doch sie müssen den Praxistest erst noch bestehen. Wie die strengeren Vorgaben durchgesetzt werden sollen, bleibt vorerst offen. Ebenso fraglich ist, ob sich die USA den hehren europäischen Vorstellungen anschließen – das gilt für Firmen ebenso wie für die US-Behörden etwa beim Passagierdaten-Austausch. Die bisherigen Erfahrungen machen da skeptisch: Bisher läuft die Politik der rasanten technischen Entwicklung immer nur hinterher. Die geltenden europäischen Datenschutzbestimmungen stammen von 1995 – das sagt schon alles. Daher lautet eine so simple wie banale Wahrheit: Am besten vor Missbrauch schützt sich, wer möglichst wenig private Daten ins Netz stellt.

Quelle: RP


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